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Möwen-Chaos & AbstiegssorgenWerder blamiert sich gegen Mainz

Werder Bremen - FSV Mainz 05

Copyright: Carmen Jaspersen/dpa

Das frühe 1:0 widmeten die Mainzer dem verletzten Silas.

Was für ein Nackenschlag für Werder Bremen im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga! Im wichtigen Kellerduell gegen den FSV Mainz 05 mussten die Grün-Weißen eine verdiente 0:2 (0:1)-Heimpleite hinnehmen, bei der eine kuriose Szene für Kopfschütteln sorgte.

Der kurze Aufwind nach den jüngsten Siegen über Heidenheim sowie Union Berlin ist damit verflogen. Die Bremer lieferten eine desolate Leistung ab und fielen auf den 15. Tabellenplatz. Vor dem nächsten Krimi am Samstag beim Vorletzten VfL Wolfsburg ist der Druck wieder enorm gestiegen.

Die Mainzer hingegen feiern einen Befreiungsschlag für die Rettung und verbessern sich auf Rang 13. Vor 41.800 Fans im Bremer Weserstadion waren Paul Nebel (6. Minute) und Jae-Sung Lee (52.) die Torschützen für die Mannschaft von Coach Urs Fischer.

Werder-Defensive von Möwe irritiert?

Die Mannschaft von Daniel Thioune konnte zu keinem Zeitpunkt an die starke Vorstellung aus dem Union-Spiel anknüpfen. Der Trainer war zu Umstellungen genötigt, weil in Niklas Stark und Senne Lynen zwei wichtige Spieler kurzfristig fehlten. Diese Änderungen taten dem Spiel der Gastgeber sichtlich nicht gut. In der kompletten ersten Halbzeit mangelte es den Aktionen der Grün-Weißen an Tempo und Ideen. Das Mittelfeld mit Leonardo Bittencourt, Jens Stage und Cameron Puerta fand überhaupt nicht zueinander.

So hatten es die Gäste aus Mainz leicht, die frühe Führung zu verwalten. Schon beim Gegentreffer präsentierte sich Werder extrem schläfrig. Nach einem Einwurf konnte Phillipp Mwene unbedrängt flanken, in der Mitte kam Nebel frei zum Kopfball und brachte sein Team in Front. Wie die dpa berichtet, waren die Bremer Spieler vor dem Einwurf offenbar noch mit einer auf den Platz geflogenen Möwe beschäftigt.

Große Geste für verletzten Teamkollegen Silas

Danach schnappten sich die Mainzer ein Trikot des schwer verletzten Silas und liefen geschlossen zur eigenen Fankurve. Der Angreifer hatte sich beim 0:0 in der Conference League in Olmütz das Schien- und Wadenbein gebrochen und wird bis zum Ende der Saison ausfallen.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Bremer zwar etwas energischer aus der Kabine und hatten durch Marco Grüll eine gute Chance zum Ausgleich (48.). Doch nur wenig später war die Bremer Defensive wieder völlig unsortiert. Nach einer Hereingabe von Sheraldo Becker bugsierte Lee den Ball im Zentrum über die Torlinie.

Werder fiel auch in der Folgezeit offensiv nichts mehr ein. Den Mainzern reichte eine solide Vorstellung, um den Vorsprung in einem insgesamt niveauarmen Bundesliga-Spiel sicher nach Hause zu bringen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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