Im Podcast „Basler ballert“ rechnet Mario Basler mit dem Hype um einen 18-Jährigen ab – und sagt ihm eine Zukunft außerhalb der Bayern voraus.
„Dann muss er weg“Basler rechnet mit Bayern-Talent ab

Copyright: IMAGO/MIS
Lennart Karl (v.l.), Nathaniel Brown und Tom Bischof suchen beim FC Bayern ihren sportlichen Karriereweg. Zum Stammspieler hat es noch keiner von ihnen geschafft.

Mario Basler hat im Podcast „Basler ballert“ mit dem Hype um Lennart Karl abgerechnet. Der Youngster vom FC Bayern sei „Ergänzungsspieler, und mehr nicht“, sagte der frühere Fußball-Profi.
Die Begründung lieferte der 57-Jährige gleich mit. Der Rekordmeister kaufe ständig große Spieler ein: „Der FC Bayern wird auch in der neuen Saison wieder Geld ausgeben auf dem Transfermarkt. Sie werden versuchen, jede Position doppelt gut zu besetzen.“ Wenn ein passender Spieler verfügbar sei, werde der Klub zuschlagen und nicht sagen: „Aber wir haben ja noch Lennart Karl.“
Basler: „Ich sehe Lennart Karl in zwei Jahren nicht mehr beim FC Bayern“
Schon Ende September hatte Basler im Podcast deutlich gemacht, dass ihm der Status des Talents zu hoch gehängt wird: „Wenn man sagt, er ist das größte Talent beim FC Bayern im Moment, dann muss ich sagen, dann fehlt aber noch ganz schön viel.“
Basler sieht im Umfeld bei den Bayern zwar einen großen Vorteil für Karl. „Du lernst immer nur von den großen Spielern“, sagt er. Sein Gesprächspartner Oliver Dütschke hält allerdings dagegen: Eigentlich brauche Karl einen Verein, „wo er jede Woche spielt und seine Minuten macht“.
Als Gegenbeispiel führt Dütschke Said El Mala an, der beim 1. FC Köln „jede Woche im Fokus“ stehe und „Spiel für Spiel“ auf dem Platz stehe. Bei El Mala verlangt Basler allerdings den Beweis, auch gegen große Mannschaften bestehen zu können: „Ich möchte ihn sehen, wenn es dann mal gegen Bayern geht. Oder gegen Dortmund, gegen Leipzig.“
Bei Karl setzt Basler den Hebel dagegen an der Frage an, ob dessen Klasse beim deutschen Rekordmeister überhaupt ausreicht, um sich einen Stammplatz im Star-Ensemble erobern zu können.
Karl ist mit 18 Jahren noch sehr jung, steht aber schon lange im Fokus. Er kam 2022 zum FC Bayern, verbrachte zunächst zwei Jahre im Nachwuchs und durchlief danach die Teams U17 und U19. Die WM verpasste der Rechtsaußen verletzungsbedingt.
Basler sieht seine Chancen im Profikader der Bayern letztlich aussichtslos. An Spielern wie Luis Díaz und Michael Olise, die vor ihm stehen, werde es für den 18-Jährigen kein Vorbeikommen geben. Baslers klare Prognose: „Ich sehe Lennart Karl in zwei Jahren nicht mehr beim FC Bayern. Wenn er Nationalspieler werden will, muss er weg von den Bayern.“

