Länderspiel-VerletzungHSV muss länger auf FC-Schreck verzichten

Er war der Mann der Stunde beim HSV, doch jetzt der Schock: Eine Verletzung bei der Nationalelf bremst Albert Grönbaek aus.

Was für eine Hiobsbotschaft für den Hamburger SV! Albert Grönbaek, der sich bisher in bestechender Form befindet, muss pausieren.

Wie der Klub am Samstagvormittag mitteilte, hat sich der 25-jährige Profi einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zugezogen. Über die genaue Dauer seines Fehlens gibt es keine Angaben, doch der Ausfall trifft die Hanseaten hart.

Für den HSV ist der Ausfall doppelt bitter

Der unglückliche Vorfall passierte auf seiner Reise mit der dänischen Nationalmannschaft. Im Spiel gegen Norwegen, das mit 2:3 verloren ging, kam Grönbaek am Donnerstagabend in Oslo spät in der 82. Minute aufs Feld, musste den Rasen jedoch mit einer Bandage am Oberschenkel frühzeitig räumen.

Sein Nationaltrainer Brian Riemer machte direkt im Anschluss an die Partie klar: „Er ist verletzt und verlässt das Trainingslager.“ Die niederschmetternde Diagnose folgte nach gründlichen MRT-Scans, die vom Nationalteam in Rücksprache mit der medizinischen Abteilung des HSV durchgeführt wurden. Das berichtet „Kicker“.

Für die Hanseaten ist das Fehlen des dänischen Spielers eine Katastrophe. Nach einer herausragenden Saisonvorbereitung war Grönbaek an vier von fünf Pflichtspieltreffern unmittelbar beteiligt und ist in seiner jetzigen Verfassung nur schwerlich zu ersetzen.

Seine immense Bedeutung für das Team als einer von zwei Kreativköpfen im 3-4-2-1-System wurde deutlich, insbesondere da sein Kollege Fabio Vieira seine Bestform noch sucht. Zuletzt legte der Däne beide Treffer beim erlösenden 2:1-Sieg des HSV gegen den 1. FC Köln auf.

Die Verletzung ist auch für Grönbaek persönlich ein heftiger Dämpfer. Seine vielversprechend begonnene Laufbahn wurde schon früher durch gesundheitliche Schwierigkeiten immer wieder ausgebremst. Bereits während seiner Zeit als Leihgabe in Genua warfen ihn Blessuren zurück. Nachdem Stade Rennes ihn letzten Januar an Hamburg abgab, erlitt er dort ebenfalls umgehend eine Muskelblessur und benötigte mehrere Wochen für sein Comeback.

Er mauserte sich erst nach dieser Eingewöhnungsphase zu einer zentralen Figur, weswegen der HSV im Sommer die Summe von 4,7 Millionen Euro für einen festen Transfer auf den Tisch legte. Dieses Geld schien sich rasch zu rentieren. Sein Landsmann und Teamkollege Yussuf Poulsen schwärmte: „Albert wird seinen Marktwert schnell steigern. Er kann in der Offensive eigentlich alles.“

Jetzt aber ist der kreative Angreifer, der gerade erst auf Touren kam, zu einer weiteren Unterbrechung gezwungen und muss sich erneut herankämpfen. (red)