Der 1. FC Köln ist ein Bundesligist, der von der Intensität lebt. Doch an den ersten vier Spieltagen ließ die Elf von René Wagner einiges vermissen, wie alarmierende Zahlen unterstreichen.
Alarmierende ZahlenFC-Stärke wird zum Schwachpunkt

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Alessio Castro-Montes liefert sich ein Laufduell mit Hamburgs Zakaria El Ouahdi.

Es war das große Erfolgsrezept beim 1. FC Köln, als man es zuletzt nach Europa geschafft hat: die Intensität. Der FC gehörte unter Steffen Baumgart regelmäßig zu den laufintensivsten Teams der Bundesliga. Geringere individuelle Qualität wurde mit Fleiß, Willen und Einsatz kompensiert.
Das hat den FC jahrelang stark gemacht. Doch genau diese einstige Stärke ist aktuell einer der Schwachpunkte der Mannschaft. Denn während die Mannschaft vergangene Saison immerhin noch die siebtmeisten Kilometer in der Liga abspulte, rangiert die Wagner-Elf nach vier Spieltagen nur auf Rang 14.
Skhiri: „Unser Spiel lebt von der Intensität“
Der FC ist bislang insgesamt 464,1 Kilometer gelaufen und damit nach vier Spielen schon 30 Kilometer weniger als Spitzenreiter Bayern München. Mit 116 km pro Spiel liegt die Elf von René Wagner damit sogar weit unter dem Durchschnitt der 18 Bundesligisten (119 km/Spiel).
„Wir sind uns bewusst, dass wir nicht die Qualität von Bayern München haben, daher lebt unser Spiel von der Intensität. Dazu gehört auch viel zu laufen“, sagt Ellyes Skhiri im Interview mit EXPRESS.de. Dem Tunesier kann man am wenigsten vorwerfen. Er riss in seinen beiden Startelf-Einsätzen gegen Bremen und Hamburg jeweils 13 Kilometer ab und ist damit sofort wie gewohnt die FC-Lunge.
Skhiri taucht nur nicht in den Statistiken auf, weil er insgesamt noch nicht so viele Spielminuten gesammelt hat. An ihm können sich seine Teamkollegen mal ein Beispiel nehmen, denn insgesamt ist es noch zu wenig von allen.
Alarmierend: In allen vier Spielen wurde weniger gelaufen als beim Gegner, sogar gegen den HSV. Gegen das mit Abstand lauffaulste Team der Liga lief der FC im direkten Duell zwei Kilometer weniger. „Jedes Spiel hat auch seine eigene Geschichte. In Hamburg gab es kaum Platz für uns und wenig Möglichkeiten, entsprechende Läufe zu machen“, sucht Skhiri nach Erklärungen.
Er sagt aber auch deutlich: „Gelaufene Kilometer allein sind kein Schlüssel für den Erfolg, aber klar: Wir als FC müssen insgesamt schon über die Intensität kommen.“
Im Derby gegen Gladbach gibt es die nächste Chance. Vor allem das Derby lebt traditionell von Intensität – auch in den Zweikämpfen. Da gilt es, dagegenzuhalten. Läuferisch jedenfalls sind beide Mannschaften auf Augenhöhe. Gladbach rangiert auf Rang 12 und hat insgesamt nur einen Kilometer mehr absolviert.
