Bei der SpVgg Haidhausen kickte ein Spieler mit einer falschen Identität. Der Stürmer des Kreisligisten entpuppte sich als Schwerverbrecher und sitzt mittlerweile im Gefängnis.
Klub droht der AbsturzAmateur-Kicker entpuppt sich als Schwerverbrecher

Copyright: IMAGO/Michael Kristen
Bei der SpVgg Haidhausen kickte ein Spieler mit einer falschen Identität. Der Stürmer des Kreisligisten entpuppte sich als Schwerverbrecher. Das Foto dient als Symbolbild.
Ein Hammer für die SpVgg Haidhausen! Die Siegesserie des Münchner Amateur-Klubs findet ein abruptes Ende, und der Anlass ist unfassbar kurios. Ein Akteur, den man auf dem Rasen als Torgarant bejubelte, hat anscheinend mit einer falschen Identität agiert. Die Angelegenheit um Mateo V. bringt den Verein nun ordentlich ins Wanken.
Neun Treffer in 14 Partien machten den 34-jährigen V. zu einer zentralen Figur für Haidhausen. Jetzt aber befindet er sich seit geraumer Zeit im Gefängnis. Die Anschuldigungen sind massiv: Es wird wegen Mordversuchs und bewaffneten Handels mit Drogen gegen ihn ermittelt.
Falsche Pässe, Drogen und Waffen in der Wohnung gefunden
In Obersendling wurde der Deutsche, der schon ein langes Vorstrafenregister hat, am 2. Dezember verhaftet. Zuvor war er bei der Aktion mit seinem Fahrzeug auf Beamte losgefahren und konnte erst durch Schüsse aufgehalten werden. Das berichtet „t-online“.
Als die Beamten danach seine Bleibe durchkämmten, stießen sie auf eine schier unglaubliche Ausbeute: fünf Kilo Amphetamine, Bargeld in Höhe von 50.000 Euro, etliche einsatzbereite Schusswaffen sowie verschiedene gefälschte Ausweisdokumente. Im Rahmen dieser Untersuchungen wurde aufgedeckt, dass der Akteur unter einem Decknamen agierte und sein wahrer Name nicht „Mateo V.“ ist.
Für den Spielbetrieb in der Kreisliga 3 hat dieser Schwindel jetzt gravierende Folgen. Vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) wurde festgestellt, dass für Mateo V. keine gültige Spielerlaubnis vorlag. In der Konsequenz fällte das Kreis-Sportgericht einen strengen Richterspruch und nahm eine Neubewertung von zehn Spielen vor.
Der Spruch des Gerichts würde für Haidhausen einen Abzug von 27 Zählern nach sich ziehen, weil man ihnen neun gewonnene Spiele strich. So würde der aktuelle Spitzenreiter der Liga seinen ersten Platz einbüßen.
Vereinsboss Giuseppe Scialdone geht nun gegen diesen Beschluss vor und hat das Verbandssportgericht angerufen. „Uns trifft keine Schuld, wir sind die Leidtragenden“, stellt er klar: „Wir alle – Verband und Verein – sind Opfer eines Betrügers geworden. Ich gehe davon aus, dass im Sinne der Gerechtigkeit entschieden wird.“
Sogar der Verband gestand zu, dass der Klub von dem Identitätsschwindel des Akteurs keine Kenntnis haben konnte. Das Sportgericht habe deshalb „auf weitere Sanktionen gegen den Verein ausdrücklich verzichtet“. Ein Verbandssprecher nannte die Angelegenheit ein „Novum“ und hob hervor, dass der Prozess noch laufe. Ob der Verein den empfindlichen Punkteabzug tatsächlich hinnehmen muss, ist somit noch nicht entschieden. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

