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Mega-Razzia auch in NRWFahnder jagen Baulöwen wegen Millionen-Betrugs

Zoll - Illustration

Copyright: Ralf Hirschberger/dpa

An der Razzia des regionalen Ermittlungszentrums der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Frankfurt beteiligten sich rund 380 Einsatzkräfte. (Symbolbild)

Mega-Razzia! Fahnder nehmen Baufirma ins Visier.

Riesen-Aktion gegen Schwarzarbeit auf dem Bau! In gleich sechs Bundesländern haben Fahnder eine großangelegte Operation gegen illegale Beschäftigung durchgeführt. Wie die Nachrichtenagentur dpa meldet, waren bei dem Einsatz, der auch Ziele in Nordrhein-Westfalen umfasste, ungefähr 380 Beamte beteiligt.

Ins Visier geraten sind die Köpfe einer Baufirma, die sich auf Abriss spezialisiert hat. Seit dem Jahr 2020 soll das Unternehmen in ganz Deutschland Aufträge im Wert von etwa 30 Millionen Euro ausgeführt haben. Durchsuchungen fanden unter anderem in Bielefeld und Würselen (beide NRW) statt, wobei der Schwerpunkt der Aktion im Rhein-Main-Gebiet lag.

Fahnder haben 31 Verdächtige im Blick

Die Ermittler haben es auf insgesamt 31 Personen abgesehen, darunter 29 Männer und zwei Frauen. Die Staatsanwaltschaft in Frankfurt wirft ihnen vor, Sozialabgaben nicht gezahlt und veruntreut zu haben – teilweise als organisierte Bande. Auch der Vorwurf der Steuerhinterziehung und Beihilfe steht im Raum. Im Rahmen der Aktion wurden 37 Büros und Wohnungen durchkämmt.

Die Methode der Beschuldigten war offenbar besonders hinterhältig: Um die massenhafte Zahlung von Schwarzlöhnen zu vertuschen, sollen sie fingierte Rechnungen von speziellen „Servicefirmen“ eingesetzt haben. Auf diese Weise wurde die Beauftragung von Subunternehmern für Arbeiten simuliert, die tatsächlich nie ausgeführt wurden.

Millionen-Schaden für Fiskus und Sozialkassen

Die Summen von den Fake-Rechnungen sollen nach der Bezahlung in bar abgehoben und an die Köpfe der Baufirma zurückgeflossen sein. Diese sollen das Geld dann für die illegalen Löhne ihrer Mitarbeiter verwendet haben. Das Ausmaß der gekauften Scheinrechnungen hat laut Ermittlern eine unfassbare Dimension: über 12 Millionen Euro.

Der gesamte Schaden für die Sozialkassen und das Finanzamt wird auf circa 7,8 Millionen Euro geschätzt. Die Fahnder setzten vier Haftbefehle durch und stellten durch Pfändungen Vermögenswerte von rund 8,4 Millionen Euro sicher. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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