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„Wie eine Kneipenschlägerei“Paraguay-Spieler macht Kommentator rasend

Der Schiedsrichter diskutiert mit Matias Galarza und drei deutschen Spielern.

Copyright: IMAGO/EPA

Matias Galarza fiel gegen Deutschland durch eine starke Leistung und viele grenzwertige Zweikämpfe auf.

Aktualisiert:

Beim Spiel Deutschland gegen Paraguay redete sich Kommentator Wolff Fuss in Rage. Ein Paraguayer hätte das Spiel seiner Ansicht nach nie und nimmer beenden dürfen.

Das frühe WM‑Aus ist der deutschen Nationalmannschaft selbst zuzuschreiben. Daran besteht trotz der schwachen Leistung des marokkanischen Schiedsrichters Jalal Jayed kein Zweifel.

Jayed hatte nach Betrachtung der VAR-Bilder den vermeintlichen Treffer von Jonathan Tah zurückgenommen. „Ein Vollskandal!“, wetterte Bundestrainer Julian Nagelsmann.

Wolff Fuss schimpft über Matias Galarza

Kapitän Joshua Kimmich brachte es aber auf den Punkt. „Wir sollten den Anspruch haben – und die Qualität –, dass wir Gegner wie Paraguay schlagen können. Es darf auch keiner auf die Idee kommen, den Schiedsrichter verantwortlich zu machen oder das Elfmeterschießen. Wenn du es über 120 Minuten nicht schaffst, gegen so einen Gegner zu gewinnen, darfst du von Glück nicht abhängig sein.“

Während die deutschen Fans angesichts der Leistung ihres Teams zwischen Wut und Fassungslosigkeit schwebten, versanken die paraguayanischen Anhänger im Jubel – und feierten einen Mann ganz besonders.

„Matias Galarza Fonda hat eine beeindruckende Partie gemacht. Totaler Herr des Mittelfelds und absolut entscheidend sowohl in der Verteidigung als auch im Angriff“, schrieb ein User auf X. „Wenn Matias Galarza Fonda sich das Paraguay-Trikot überstreift, versteht man, warum sie ihn den guaranischen Modric nennen. Unglaubliches Niveau“, meinte ein anderer.

Bei MagentaTV hatte Kommentator Wolff Fuss eine gänzlich andere Sicht auf den Mittelfeldspieler, der in der 118. Minute wegen eines Revanchefouls an Jamal Musiala die Gelbe Karte sah, aber schon vorher durch äußerst harte Zweikämpfe und eine theatralische Schwalbe aufgefallen war, die Fuss zu der Einschätzung „Komödienstadl Asuncion“ hinreißen ließ.

Immer wieder betonte Fuss im Verlauf des Spiels, dass der Paraguayer zwingend hätte Gelb-Rot sehen müssen. Das gipfelte schließlich während der Verlängerung in der Aussage: „Dass Galarza noch auf dem Platz steht, ist auch ein Wunder. DER hat ausgeteilt. Er hat mit dafür gesorgt, dass Paraguay dieses Spiel gestaltet hat wie eine Kneipenschlägerei.“ Galarze durfte aber durchspielen und war im Elfmeterschießen einer der Schützen, der für Paraguay verwandelte.

Auch viele deutsche Fans regten sich über Galarza auf. „Dieser Galarza darf einfach reintreten ohne Konsequenzen“, schimpfte ein X-Nutzer. „Dieser Galarza von Paraguay muss Top 10 nervigste Spieler jemals sein“, meinte ein anderer.

Doch viele würdigten auch die Leistung des Sechsers. So hatte ein Fan von Union Berlin direkt eine Transferempfehlung an Sportboss Horst Heldt: „Bitte kauf diesen Galarza, was für ein kleiner Quälgeist“, schrieb er. Ein weiterer meinte: „Bruder dieser Galarza, was für eine Pferdelunge hat der bitte, wooooow!“

Eines ist sicher: Galarza hat bei dieser WM Eindruck hinterlassen. Aus vielerlei Hinsicht. Beim Gruppensieg der Südamerikaner gegen die Türkei war er bereits durch die skurrilste Aktion der WM aufgefallen: Nachdem Schiedsrichter Iván Barton während einer hektischen Spielunterbrechung seine Uhr verloren hatte, fand Galarza sie auf dem Rasen, hob sie auf – und legte sie sich selbst um!

Schiedsrichter-Experte Patrick Ittrich war danach fassungslos. „Ich meine, was geht in so einem Spieler vor? Also bei aller Liebe“, sagte er kopfschüttelnd. „Was ist mit ihm? Ich weiß es nicht.“ Trotz der Aktion wurde Galarza anschließend übrigens zum „Man of the Match“ gewählt. Beim Sieg gegen Deutschland wurde diese Ehre nun Torwart Orlando Gil zuteil.

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