Sechste Pleite in Serie Kohfeldt wackelt bedenklich: Wolfsburg bald mit drittem Trainer in dieser Saison?

Wolfsburgs Trainer Florian Kohfeldt beobachtet das Spiel.

Wolfsburgs Trainer Florian Kohfeldt beim Spiel in Bochum am 9. Januar 2022.

Die Niederlagen-Serie des VfL Wolfsburg hat sich auch im neuen Jahr fortgesetzt. Die Niedersachsen verloren beim VfL Bochum und kassierten die sechste Pleite am Stück. Nun wackelt schon Trainer Florian Kohfeldt.

Ist Wolfsburgs Trainer schon wieder am Ende? Der VfL hat seine Talfahrt auch zum Start in die Rückrunde fortgesetzt. Beim 0:1 in Bochum musste Florian Kohfeldt (39) am Sonntag (9. Januar 2022) bereits die sechste Bundesliga-Niederlage in Serie hinnehmen und liegt damit nur noch zwei Punkte vom Relegationsrang 16 entfernt.

Der schwache Auftritt in Bochum war Wettbewerbs-übergreifend bereits das neunte Sieglos-Spiel für Kohfeldt in Folge. Sein Vorgänger Mark van Bommel (44) wurde im Oktober nach acht Begegnungen ohne Sieg gefeuert. Nun wird es auch für den früheren Bremer ungemütlich. Erst am 26. Oktober 2021 war er beim VfL angetreten – schon jetzt ist sein Job wieder in Gefahr. Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) steigt nun das Keller-Duell gegen Hertha BSC.

Das Spiel gegen die Berliner, die am Sonntag selbst zu Hause gegen den 1. FC Köln mit 1:3 verloren, dürfte über Kohfeldts Zukunft beim VW-Klub entscheiden. „Ich bin mir absolut sicher, dass ich gegen Hertha BSC noch Trainer bin und wir aus der Situation herauskommen. Wir dürfen nicht jammern und klagen“, sagte der Coach am Sonntag.

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Kohfeldt: „Absolut sicher, gegen Hertha BSC noch Trainer“

Im leeren Vonovia-Ruhrstadion bescherte der Bochumer Torschütze Milos Pantovic (65. Minute) dem einstigen Champions-League-Teilnehmer aus Wolfsburg einen Vereins-Negativrekord. Die bisherige Marke aus dem Jahr 2004 lag bei fünf Niederlagen nacheinander.

Kohfeldt hatte vor der Partie angekündigt, „etwas Neues schaffen“ zu wollen. In der Winterpause wollte er seine Ideen umsetzen. Doch heraus kam wenig Brauchbares. Leichtfertige Ballverluste im Aufbauspiel, schwaches Offensivspiel.

„Das war ein Spiel, wo wir nicht das gebracht haben, was wir erwartet, was wir erhofft haben. Offensiv hatten wir zu wenig Durchschlagskraft. Ich bin nicht zufrieden“, lautete Kohfeldts Fazit. „Wir werden unseren Plan, den wir über den Winter entwickelt haben, weitergehen.“

Florian Kohfeldt wollte seine Ideen in der Winterpause umsetzen – ohne Erfolg

Die Spieler wirken allerdings komplett überfordert. Stürmer Wout Weghorst (29) war ratlos, schüttelte vor dem DAZN-Mikrofon immer wieder den Kopf: „Wir müssen unbedingt schnell was ändern.“ Maximilian Arnold (27) meinte: „Wir hatten uns viel mehr vorgenommen. Wir haben in einigen Situationen die falschen Entscheidungen getroffen“.

„Mentalität, Intensität, eklig sein“, hatte Weghorst (29) vor der Partie gefordert. Doch die Realität sieht den Meister von 2009 weiter im freien Fall.

Niko Kovac und Kenan Kocak werden in Wolfsburg gehandelt

Die Gerüchteküche brodelt in Wolfsburg auf jeden Fall schon. Niko Kovac (50) ist nach seinem Rauswurf in Monaco derzeit auf dem Markt. Auch Kenan Kocak (41), aktuell Co-Trainer von Stefan Kuntz (59) bei der türkischen Nationalmannschaft, wird gehandelt. (msw)

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