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Ende für Poldi, Knossi und Co.Keine Zukunft: Baller League in Deutschland eingestellt

Aus und vorbei für die Trend-Liga: Die Baller League hat in Deutschland vorerst keine Zukunft mehr und wird eingestellt!

Für die Baller League ist das Abenteuer hierzulande vorbei! Erst 2024 mit viel Tamtam gestartet, wird der Betrieb nun eingestellt. Das Projekt, hinter dem Promis wie Mats Hummels und Lukas Podolski standen, hatte das Ziel, den klassischen Kick umzukrempeln.

Eine Revolution für junge Fans war geplant. Durch ein flottes Sechs-gegen-Sechs-Spiel und frische Regeln sollte mehr Tempo und Spannung her. Ein gewaltiger Hype um Indoor-Formate wie die Kings League oder Icon League war die Folge.

Baller League Deutschland vorerst ohne Zukunft

Jetzt aber das plötzliche Ende! Das berichtet „DWDL.de“. Die Akteure wurden diese Woche darüber in Kenntnis gesetzt, dass der Spielbetrieb in Deutschland gestoppt wird. Laut einer offiziellen Verlautbarung sollen die hiesigen Aktivitäten „vorerst pausieren“. Stattdessen rücken andere Länder in den Fokus. Die zweite Spielzeit in Großbritannien wurde gerade beendet, während in den USA der Auftakt vorbereitet wird – mit Top-Stars wie Streamer IShowSpeed, Fußball-Ikone Ronaldinho und dem ehemaligen Sprint-Ass Usain Bolt.

Auch hierzulande hatte man von Beginn an auf Prominenz gesetzt, um Publikum anzuziehen. Außer den Initiatoren Podolski und Hummels waren zum Beispiel Kevin-Prince Boateng, Christoph Kramer, MontanaBlack, Max Kruse, Jens „Knossi“ Knossalla, Hans Sarpei, Marco Reus, Alisha Lehmann sowie Felix Lobrecht beteiligt. Aber: Mats Hummels kehrte dem Projekt bereits nach der Premierensaison den Rücken, und auch der frühere DAZN-Boss Thomas de Buhr, ebenfalls einer der Gründer, ist nicht länger involviert.

Die Zukunftsträume sind somit zerplatzt. Die vierte Saison, die nach einer Verlegung vom November eigentlich im Januar 2026 starten sollte, fällt ins Wasser. Der bereits verkündete Wechsel von Berlin nach Köln wurde ebenfalls gekippt. Man wollte sich die Zeit nehmen, „um alles so hinzubekommen, wie ihr es verdient“, kommunizierte man damals in Richtung der Anhänger. Daraus wird nun aber nichts. Wer jetzt auf der Homepage nach Eintrittskarten schaut, blickt ins Leere – der Verweis ist tot.

Im Hintergrund kursierten zuletzt Spekulationen über finanzielle Engpässe, auch weil sowohl Anhänger als auch Partner lange im Unklaren gelassen wurden. Diesen Mutmaßungen widerspricht Baller League International allerdings vehement und stellt in einer Erklärung klar: „Baller League International bestätigt, dass das Unternehmen weiterhin über eine hohe Liquidität und Solvenz verfügt.“ Es sei eine „strategische Überprüfung“ vorgenommen worden, wird mitgeteilt.

Die offizielle Begründung für das Ende zielt auf den deutschen Markt ab. „Deutschland wird zwar immer ein wichtiger Teil der Baller League bleiben, aber der Markt hat momentan nicht die Größe und die strukturellen Bedingungen, die nötig sind, um die langfristigen Ziele des Unternehmens zu unterstützen“, erklären die internationalen Verantwortlichen. Der Fokus liege nun auf Gebieten mit einem „nachhaltigen Weg zur Rentabilität“, beispielsweise auf den USA oder aufstrebenden Sportmärkten.

Die Wirtschaftlichkeit in Deutschland war anscheinend ein Problem. Exakte Daten fehlen, doch Geschäftsführer Felix Starck ließ im OMR-Podcast durchblicken, dass der jährliche Umsatz im Bereich von 50 bis 100 Millionen Euro liege, die Liga aber noch keine Gewinne schreibe. Obendrein lief der Kontrakt mit dem bedeutenden Sponsor Xing wie geplant nach drei Spielzeiten mit dem Finale am 19. Mai 2025 aus.

Übertragen wurden die Partien in Deutschland nicht nur via Twitch, sondern ebenso bei ProSieben Maxx im TV. Das Endspiel der dritten Spielzeit konnte im Mai 2025 immerhin über 100.000 Zuschauerinnen und Zuschauer allein im Fernsehen für sich gewinnen. Doch selbst das genügt anscheinend nicht für eine Weiterführung.

Was für ein Gegensatz zu den großspurigen Ansagen von Geschäftsführer Starck. Im Sommer 2025 verkündete er im OMR-Podcast noch vollmundig: „Wir werden nächstes Jahr locker eine Milliardenbewertung haben. Dafür lege ich meine Hand ins Feuer. Also das ist klar, der Weg ist ja geebnet.“ Von dieser Vision scheint man jetzt Lichtjahre entfernt zu sein. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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