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Wie schlimm steht es um Barça? Dramatischer Vergleich: Jürgen Klopp äußert düstere Prognose

Jürgen Klopp sitzt bei einem Spiel des FC Liverpool am Spielfeldrand

Jürgen Klopp, hier am 6. August 2022 beim Liga-Auftakt des FC Liverpool in Fulham, hat sich besorgt über die Zukunft des FC Barcelona geäußert.

Der FC Barcelona bereitet nicht nur seinen eigenen Fans derzeit Sorgenfalten. Überall wird das Treiben bei Barça kritisch beäugt, auch Jürgen Klopp hat beim aktuellen Finanz-Vorgehen des Klubs kein gutes Gefühl.

Der wilde Finanz- und Transfer-Sommer beim FC Barcelona beschäftigt ganz Fußball-Europa. Erst verkauften die Katalanen mit TV-Rechten und dem Tochter-Unternehmen „Barça Studios“ Teile ihres Klub-Vermögens, dann ging es auf Shoppingtour. Außerhalb von Katalonien war die Reaktion auf die wilden Manöver mehrheitlich Unverständnis.

In die Auswahl prominenter Kritiker hat sich nach Bayern-Trainer Julian Nagelsmann (35) jetzt auch Jürgen Klopp (55) eingereiht, der seine tiefe Sorge über die Zukunft des erfolgsverwöhnten Top-Klubs äußerte.

Jürgen Klopp äußert Unverständis für den FC Barcelona

Im „Kicker“-Interview in der Montags-Ausgabe (15. August 2022) erklärte Klopp, dass er „aus verschiedensten Gründen“ nicht nachvollziehen könne, wie der FC Barcelona in den vergangenen Wochen vorgegangen sei.

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Zwar sei er auf der einen Seite kein Finanz-Fachmann, um Anteils-Verkäufe und andere Einnahme-Quellen zu beurteilen, allerdings deutete Jürgen Klopp auch an, dass ihm alleine schon der gesunde Menschenverstand zeige, dass bei Barça längst nicht alles in geordneten Bahnen verlaufe.

„Wenn man mir sagt, ich habe kein Geld, dann gebe ich nichts mehr aus“, so die simple Einschätzung des Liverpool-Trainers, zu der viele Fans in den vergangenen Wochen ebenfalls gekommen waren. Im Zuge des Pokers um Robert Lewandowski (33) hatte zudem Julian Nagelsmann bereits vor knapp einem Monat über Barça gesagt: „Es ist der einzige Klub in der Welt, der kein Geld hat, aber jeden Spieler kauft, den er will. Es ist irgendwie komisch, irgendwie verrückt.“

FC Barcelona: Jürgen Klopp sieht bedrohliche Zukunft

Wie düster seine Prognose für die Katalanen ausfällt, verdeutlichte Klopp mit einem dramatischen Beispiel: die Vergangenheit von Borussia Dortmund. „Der einzige Verein, den ich kenne, der mal das Stadion und andere Rechte im Voraus verkauft hat, war Borussia Dortmund“, spielte der einstige BVB-Coach auf die Beinahe-Pleite einige Jahre vor seinem Engagement an.

Damals schaffte es Hans-Joachim Watzke (63), das Ruder in letzter Sekunde noch herumzureißen und den Kollaps der Borussia zu verhindern. Weil das mit rund 1,5 Milliarden Euro verschuldete Barça derzeit aber weiter Geld mit vollen Händen ausgibt, das nur mühevoll herangeschafft werden kann, unkte Klopp vielsagend: „Ich weiß nicht, ob es in Barcelona einen Aki Watzke gibt.“

Zwar hatte der fünfmalige Champions-League-Sieger im Sommer mit den Transfers von Lewandowski, Raphinha (25) und Jules Koundé (23) mehrere dicke Ausrufezeichen gesetzt, die namhaften Wechsel aber auf Pump finanziert. Bis einen Tag vor Saisonbeginn musste der Klub um die fristgerechte Einschreibung seiner Neuen bangen und rettete sich nur durch einen vierten Anteils-Verkauf vor einem noch massiveren Image-Schaden. (bc)

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