Interessante Tabelle Diese Erstliga-Klubs kommen ohne Investoren aus

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Der 1. FC Köln kommt ohne Investoren aus, dass Stimmrecht liegt zu 100 Prozent bei den Vereinsmitgliedern.

Köln – Investoren im Fußball, was bringen die eigentlich? Momentan tobt durch Fußball-Deutschland eine Welle der Empörung über Klubs wie RB Leipzig.

Die Fans laufen Sturm, aber auch die Manager und Trainer der Konkurrenten sind auf dem Baum.

In der 1. Fußball-Bundesliga ist der 1. FC Köln momentan neben Borussia Mönchengladbach, Schalke 04, Darmstadt 98, Mainz 05, Werder Bremen und dem SC Freiburg einer der Vereine, die noch ohne Investorenbeteiligung sind.

Investoren bedeuten nicht gleich Erfolg

Alle anderen Klubs haben Anteile verkauft, damit auch Stimmrechte. Erfolg bringt das aber nicht unbedingt. Und sogar finanzielle Einbußen, wie der FC Bayern beweist, die 8,33 Prozent an Adidas für 75 Millionen Euro verkauften, den Ausrüster aber nun an der Backe haben.

Zuletzt wurde der Ausrüstervertrag bis 2030 verlängert.

Adidas soll unbestätigten Berichten zufolge 60 Millionen Euro pro Saison an die Bayern zahlen. Während Klubs wie der FC Barcelona einen neuen marktgerechten Ausrüstervertrag mit Nike verhandelte, der ihnen jährlich 100 Millionen bringt, bekommt Bayern 40 Millionen weniger pro Saison. Da kann man nur sagen: Clever eingekauft von Adidas.

Kühne rüstet HSV auf

Dass Investoren-Geld nicht unbedingt Erfolg bringt, zeigt auch der Fall des Hamburger SV, der im Sommer mit Hilfe von Investor Michael Kühne für 33 Millionen neue Stars kaufte. Bei einem Schuldenstand von 90 Millionen Euro. Jetzt steht Trainer Bruno Labbadia schon vor dem Aus nach dem Fehlstart in die neue Saison.

Eberl und Lienen wütend

Und aus der Liga gab es schon Kritik von Gladbachs Manager Max Eberl. Beim HSV sei eine „Einzelperson“ am Werk, „die scheinbar willkürlich große Transfers trotz fehlender Einnahmen möglich macht. Das widerspricht fairem Wettbewerb.“

In der 2. Bundesliga hat vor wenigen Tagen St. Pauli-Trainer Ewald Lienen gegen 1860 München und seinen Investor Hasan Ismaik gepestet: „Alle reden über RB Leipzig – sowas ist für mich viel schlimmer. Wo irgendjemand herkommt und mal die Millionen auf den Tisch legt, und dann wieder nicht. Welcher Verein kann sich für drei Millionen einen Spieler wie Stefan Aigner leisten? Und dann auch noch ein riesengroßes Gehalt zahlen? Und wenn der Investor keine Lust mehr hat, fällt alles wie ein Kartenhaus zusammen. Das hat mit kontinuierlicher Entwicklung eines Vereins nichts zu tun."

Das besagt die 50+1-Regel

Die 50+1-Regelung der Liga besagt, dass ein Kapitalanleger nicht die Stimmenmehrheit im Verein haben darf, die Mehrheit des Kapitals kann dagegen im Besitz privater Investoren liegen. Ausnahmeregelungen gelten für Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg und TSG Hoffenheim.

Wir zeigen auf der nächsten Seite, wie die Klubs in der 1. Bundesliga aufgestellt sind.

Bayern (1)

Der FC Bayern hat Anteile an Adidas, Audi und die Allianz verkauft.

FC Bayern München AG:

75,01 Prozent Stimmrecht und Aktien liegen beim Verein FC Bayern München e.V.

Jeweils 8,33 Prozent halten Adidas, Audi und die Allianz

1.FC Köln GmbH &Co. KG aA:

100 Prozent Stimmrecht und Kapital beim Verein 1. FC Köln 01/07 e.V.

Bor. Dortmund GmbH &Co. KGaA:

Stimmrecht: 100 Prozent beim Verein

Aktien: 49 Prozent im Streubesitz, 20 Prozent Bernd Geske, 14,78 Prozent Evonik, 5,53 Prozent beim Verein, 5,43 Prozent bei Signal Iduna, 5 Prozent bei Puma

Eintracht Frankfurt Fußball AG:

Stimmrecht und Aktien: 63,4 Prozent Verein, 28,6 Prozent Freunde der Eintracht AG, 4,4 Prozent BHF Bank, 3,6 Prozent Steubing AG

Hertha BSC GmbH & Co KGaA:

Stimmrechte: 100 Prozent Verein

Kapital: 90,3 Prozent beim Verein, 9,7 Prozent besitzt die Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co.

RasenBallsport Leipzig GmbH:

Stimmrecht: genaue Angebane gibt es nicht. Es müssen jedoch mindestens 51 Prozent beim Verein liegen, RB Leipzig hat jedoch nur 17 stimmberechtigte Mitglieder, die Red Bull sehr nahe stehen.

Kapital: 99 Prozent Red Bull GmbH und 1 Prozent Verein

1. FSV Mainz 05:

Profimannschaft ist nicht ausgegliedert, Stimmrecht und Kapital zu 100 Prozent beim Verein

Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH:

Stimmrecht und Kapital liegen zu 100 Prozent beim Verein

SC Freiburg:

Profimannschaft ist nicht ausgegliedert, Stimmrecht und Kapital zu 100 Prozent beim Verein

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HSV (1)

Der Hamburger SV kaufte neue Stars dank Investor Kühne.

VfL Wolfsburg:

Stimmrecht und Kapital liegen zu 100 Prozent bei der Volkswagen AG über die Tochtergesellschaft AutoVision GmbH

TSG 1899 Hoffenheim Fußball-Spielbetriebs GmbH:

Kapital und Stimmrecht: 96 Prozent bei Dietmar Hopp (SAP-Mitbegründer), vier Prozent beim Verein

Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH:

Stimmrecht und Kapital zu 100 Prozent bei der Bayer AG

FC Augsburg 1907 GmbH & Co KGaA:

Stimmenverteilung: 51 Prozent beim Verein, 49 Prozent Konsortium um Klaus Hofmann (Vorstandsvorsitzender des Brandschutzunternehmens Minimax)

Kapital: 99 Prozent Konsortium Klaus Horstmann, ein Prozent Verein

Darmstadt 98:

Profimannschaft ist nicht ausgegliedert, Stimmrecht und Kapital zu 100 Prozent beim Verein

FC Ingolstadt 04 Fußball GmbH:

Stimmrecht und Kapital: 80,1 Prozent beim Verein, 19,9 Prozent Quattro GmbH (Tochter von Audi)

Hamburger SV Fußball AG:

Stimmrecht und Kapital: 85,25 Prozent beim Verein, elf Prozent bei Klaus-Michael Kühne (Logistik-Unternehmer), 1,5 Prozent Helmut Bohnhorst (Agrarhandel), 1,5 Prozent Familie Burmeister (Obst und Gemüse), 0,75 Prozent Alexander Margaritoff (Unternehmer, ehemals Weinhandel)

FC Schalke 04:

Profimannschaft ist nicht ausgegliedert, Stimmrecht und Kapital zu 100 Prozent beim Verein

Werder Bremen GmbH & Co. KGaA:

Stimmrecht und Kapital: 100 Prozent beim Verein

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