Bei diesem Thema versteht Christoph Kramer überhaupt keinen Spaß: Als im ZDF über Interviews bei der WM 2026 diskutiert wurde, äußerte der Weltmeister eine klare Meinung.
„Das geht wirklich nicht!“Interview-Frage macht ZDF-Experte Kramer wütend

Von Turnier zu Turnier müssen sich nicht nur Fußball-Fans an teils gewaltige Neuerungen gewöhnen, auch die Spieler erwartet bei Weltmeisterschaften inzwischen ein immer größeres Paket an Änderungen, an die es sich auf Anhieb zu gewöhnen gilt.
Für die WM 2026 veränderte die Fifa zum einen das Einlauf-Protokoll, wodurch nun der gesamte Kader der Mannschaften zur Nationalhymne auf den Rasen kommt. Neben einem Paket an Regeländerungen beim Eingreifen des VAR sowie in der Ahndung von Spielverzögerung hat sich der Fußball-Weltverband auch für die Halbzeit etwas einfallen lassen.
Kramer und Mertesacker gegen Halbzeit-Interviews beim Fußball
Interviews einzelner Spieler gehören nun zum Unterhaltungs-Programm. In der Übertragung der Partie zwischen Brasilien und Marokko wurde etwa Selecao-Kapitän Marquinhos (32) im Spielertunnel nach dem ersten Durchgang zum Gespräch gebeten.
Während kaum ein Fan auf halbgare Statements während des Spiels gewartet haben dürfte, hält sich die Begeisterung auch bei den Protagonisten in Grenzen. Weltmeister Christoph Kramer (35) wurde im ZDF regelrecht wütend, als er zu den neuen Halbzeit-Interviews befragt wurde.
Moderator Jochen Breyer (43) erkundigte sich nach der Meinung seines Experten, der wie aus der Pistole geschossen schimpfte: „Katastrophal!“
Konkreter schob Kramer hinterher: „Das geht nicht. Das geht wirklich nicht! Du bist schon in einem Fokus und du nimmst dem Spieler drei Minuten von einer echt wichtigen Halbzeit. Und da kommt auch nichts Vernünftiges bei rum, was willst du da sagen?!“
Tatsächlich boten die Aussagen von Marquinhos keinen derartigen Mehrwert, der sein vorübergehendes Fehlen in der brasilianischen Kabine gerechtfertigt hätte. Entsprechend bezeichnete auch Kramers Weltmeister-Kollege Per Mertesacker (41) die Neuerung als „schwierig“.
Im Fußball waren bislang lediglich kurze Interviews mit Co-Trainern üblich, allerdings auch hier kein Element, auf das Fans während der Übertragungen sehnsüchtig gewartet haben dürften.
Im deutschen Eishockey dagegen gehören Pausen-Interviews in der DEL längst zum Standard. Der übertragende Sender MagentaSport holt hier nach jedem Drittel und teilweise sogar während des Powerbreaks einzelne Profis ans Mikrofon.

