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Weil er in den Knast mussPolizei fahndet jetzt international nach Fußball-Profi

Reporter sprechen mit Akinkunmi Amoo.

Copyright: imago images/Bildbyran

Akinkunmi Amoo, hier 2021 bei seiner Zeit in Schweden, wird von der dänischen Polizei zur Vollstreckung eines Haftbefehls inzwischen international gesucht.

Ein Kicker ist nach einem Schuldspruch wegen Vergewaltigung wie vom Erdboden verschluckt. Eine weltweite Suche ist die Folge.

Beim FC Kopenhagen kämpfte er einst um den Durchbruch im europäischen Fußball, jetzt soll Stürmer Akinkunmi Amoo (24) zurück nach Dänemark – um eine Gefängnisstrafe abzusitzen!

Die dänische Polizei fahndet inzwischen international nach dem Nigerianer. Hintergrund sind gravierende Anschuldigungen sowie eine Gefängnisstrafe, der der Sportler anscheinend aus dem Weg gehen möchte. Die Ermittler sind überzeugt, dass er sich außerhalb des Landes aufhält, um der Strafe zu entkommen.

Revision gescheitert – Schuldspruch ist jetzt fix

Zu einem Jahr im Gefängnis wurde der Fußballer im Juni 2023 vom Kopenhagener Stadtgericht verurteilt. Die Liste der Vorwürfe war lang: sexuelle Nötigung, Vergewaltigung mittels einer anderen sexuellen Handlung als dem Beischlaf und der Versuch einer Vergewaltigung.

Gegenüber dem dänischen Kanal TV 2 Sport teilten die Kopenhagener Beamten mit, dass bei einem vorliegenden Haftbefehl und der Annahme eines Aufenthalts im Ausland versucht werde, die gesuchte Person nach Dänemark zu überführen. Das berichtet „t-online“.

Gegen den Schuldspruch ging der Sportler damals zwar in Revision, aber der Prozess vor dem Oberlandesgericht scheiterte. Der Grund dafür war simpel: Der Angeklagte tauchte zum festgesetzten Termin nicht auf.

Seine Anwältin von damals begründete dies damit, dass der Visa-Antrag ihres Klienten zu spät bearbeitet worden sei. Die Anklagebehörde akzeptierte das nicht und forderte die Abweisung der Revision – und bekam Recht. Dem Antrag wurde stattgegeben, womit der ursprüngliche Richterspruch gültig wurde.

Lediglich ein paar Tage nach dem Schuldspruch 2023 wechselte der Stürmer nach Zypern zu Omonia Nikosia. Kopenhagen hatte Anfang 2022 noch 4,3 Millionen Euro an Hammarby IF nach Schweden überwiesen, gab Amoo anderthalb Jahre und nur vier Profi-Einsätze später aber ablösefrei ab.

Auf Zypern beendete Omonia das Arbeitsverhältnis, als das Urteil im Juni 2024 rechtsgültig wurde. Nachdem er gut ein halbes Jahr vereinslos geblieben war, heuerte Amoo im Februar 2025 in China an. Dieses Engagement bei Zweitligist Ningbo FC lief zum Ende des vergangenen Jahres aus. Wo genau sich der 2020 nach Europa gewechselte Stürmer nun aufhält, ist nicht bekannt.

Sein früherer Berater erklärte, er habe „keine Ahnung“, wo sich sein ehemaliger Schützling aufhält. Das Management-Team, das den Spieler jetzt betreut, ließ Anfragen des dänischen Senders unbeantwortet. Seit sein Vertrag in China endete, hat er keinen neuen Verein. (red)

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