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Deutscher Goldsucher berichtet im ZDF von „Milliarden-Projekt“ in Afrika - dafür müssen Anwohner weichen

Klaus Eckhof spricht in der ZDF-Doku „Gold. Macht. Gier“ über seinen Job als Goldsucher. (Bild: ZDF/Florian Vlasek)

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Klaus Eckhof spricht in der ZDF-Doku „Gold. Macht. Gier“ über seinen Job als Goldsucher. (Bild: ZDF/Florian Vlasek)

In der ZDF-“frontal“-Doku „Gold. Macht. Gier.“ schildert Klaus Eckhof sein Erfolgsrezept bei der Suche nach ungenutzten Goldlagerstätten. Für sein neustes Projekt muss der deutsche Unternehmer allerdings auch zahlreiche Anwohner umsiedeln ...

Seit 1971 hat sich der Goldwert mehr als verhundertfacht. Das sagt Egon von Greyerz in der dreiteiligen ZDF-“frontal“-Doku „Gold. Macht. Gier.“ und rechnet vor: „400 Unzen Gold sind heute 1,7 Millionen Euro wert.“ Das liege dem Vermögensverwalter zufolge allerdings nicht daran, dass der Wert des Goldes steige, sondern: „Der Wert des Geldes fällt.“

Seit jeher gilt Gold als sichere Anlage in unsicheren Zeiten. Krisen wie die Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine sorgen für eine erhöhte Nachfrage. Für viele ist das Edelmetall aber auch ein Symbol für Reichtum, Prestige und Macht. In Saint-Tropez spricht das ZDF-Team mit Klaus Eckhof, der sich der weltweiten Suche nach neuen, ungenutzten Goldlagerstätten verschrieben hat.

„Aus nichts plötzlich ein Milliarden-Projekt“

„Man muss halt eine gute Nase haben“, erklärt der deutsche Unternehmer in seinem prunkvollen Anwesen seinen Erfolg. Gleichzeitig gibt er zu verstehen, dass ein gewisses Risiko immer vorhanden sei: „Manchmal kann man halt drei oder vier oder fünf Jahre nicht viel machen und dann kommen drei oder vier oder fünf Jahre, wo es easy ist, wo es einfach ist. Man kann da Geld aufnehmen und muss sich keine Sorgen machen. Aber man weiß natürlich auch: Die Musik kann jederzeit stoppen und dann ist vorbei wieder.“

„Ein bisschen Glück ist natürlich dabei, aber ich mag auch das Risiko“, so Klaus Eckhof. Bei seiner Suche nach Projekten ist er vor allem im Kongo fündig geworden. Seit über 20 Jahren ist er dort aktiv. Der Geologe habe gewusst, dass die Goldgehalte dort dreimal höher sind als woanders, sagt er. In Kibali entdeckt er schließlich eine der größten Goldminen Afrikas - und macht laut der ZDF-Doku einen 800-Millionen-Dollar-Deal.

„Da muss man halt sehen, dass man ein Projekt findet, was groß werden kann und was einen Wert schaffen kann in der Zukunft. Aus nichts plötzlich ein Milliarden-Projekt“, berichtet Klaus Eckhof über seine Arbeit. Das nächste Projekt hat er bereits im Visier - nur 30 Kilometer entfernt von Kibali. Das Problem: An der Stelle, wo das Gold abgebaut werden soll, befindet sich eine „illegale Goldgräber-Siedlung“, wie sein Partner Thomas Bartel erzählt. „Diese Leute müssen umgesiedelt werden.“

„Theoretisch dürfen wir legal mit dem Dozer alles wegfahren“

Das ZDF-Team spricht mit Betroffenen. „Was diese Firma hier vorhat, gefällt uns, den Menschen, die hier leben und Gold suchen, nicht“, sagt Goldschürfer Désiré. Aber: In dem Gebiet hat die Firma von Klaus Eckhof die offiziellen Abbaurechte vom kongolesischen Staat. Die Anwohner seien bereits von der Firma kategorisiert worden, wie Thomas Bartel berichtet. Eigentümer sollen für das, was sie gebaut haben, eine Entschädigung erhalten.

Désiré meint dazu: „Aber was ist mit den Mietern? Was ist mit uns? Wo sollen wir hin?“ Seine Ehefrau teilt ihre Sorgen ebenfalls: „Die Situation ist wirklich sehr ernst. Die Kinder, unsere Sachen und ich - wo sollen wir bloß hin?“ Klaus Eckhof: „Theoretisch gesehen ist es so, dass wir legal mit dem Dozer alles wegfahren können und gar nichts zahlen müssen. Aber dann stehen wir in der Zeitung als die Bösen.“ Das Geld müsse er deshalb hinlegen, „nur um den Frieden zu halten“.

Die komplette dreiteilige „frontal“-Doku „Gold. Macht. Gier.“ wird am Dienstag, 28. Juli, um 21 Uhr im ZDF ausgestrahlt und ist bereits jetzt in der ZDF-Mediathek verfügbar. (tsch)

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