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Nach „großen Sorgen um mein Leben“ Deutschem Fußballer gelingt die Flucht aus der Ukraine

Abdullah Dogan im Zweikampf gegen Maximilian Mittelstädt

Abdullah Dogan (links) am 19. März 2016 im Trikot des SV Werder Bremen im Zweikampf mit Berlins Maximilian Mittelstädt.

Der deutsche Fußballer Abdullah Dogan wollte nur einen Vertrag unterschreiben, saß dann aber seit Kriegsbeginn in der Ukraine fest. Jetzt ist er zurück in Deutschland.

Erst große Hoffnung, dann Todesangst: Der deutsche Fußballer Abdullah Dogan (25), ehemaliger Spieler des SV Werder Bremen, der bis zuletzt für den niedersächsischen Oberligisten TB Uphusen kickte, war am Montag (21. Februar 2022) nach Charkow in die Ukraine gereist, um einen Vertrag beim Erstligisten Metalist Charkow zu unterschreiben – dann fand er sich mitten im Kriegsgebiet wieder!

Laut „Bild“ wollte der 25-Jährige nach Problemen mit seinem Pass am Donnerstag (24. Februar 2022) zurück nach Bremen fliegen. Doch in Charkiw musste er feststellen, dass kein Flugzeug mehr Richtung Deutschland abhob. „Hätte ich gewusst, was passieren würde, wäre ich nie hierhin gereist. Ich bin geschockt. Am Flughafen sah ich schon Panzer, Hubschrauber“, sagte Dogan.

Deutscher Fußballer flehte um Hilfe: Holt mich bitte hier raus!

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Seitdem saß der deutsche Staatsbürger im Kriegsgebiet fest! In Charkow, der zweitgrößten Stadt der Ukraine mit rund 1,5 Millionen Einwohnern, hielt sich der Fußballer zusammen mit Einheimischen in Metro-Schächten auf, um sich vor möglichen Angriffen zu schützen. „Ich schlafe in der U-Bahn, weil draußen Schüsse zu hören sind. Es scheint sicherer als Wohnhäuser“, berichtete Dogan.

Seine Familie und der 25-Jährige versuchten, die deutsche Botschaft um Hilfe zu bitten. „Ich habe Angst, dass ich meine Verlobte und meine Geschwister nicht mehr wiedersehe. Ich mache mir große Sorgen um mein Leben.“ Mit einem Appell richtete er sich an die Behörden: „Ich bin ein Notfall. Holt mich bitte hier raus!“

Deutscher Fußballer Abdullah Dogan flüchtet aus Ukraine

Am Dienstagabend (1. März) hat er es dann geschafft! In der Nacht zu Dienstag überquerte er mit einem Zug die rumänische Grenze, landete am Abend dann in Hamburg, wo ihn seine Familie in Empfang nahm. „Meine Gedanken sind bei all den Menschen, vor allem den Kindern, die auf der Flucht sind und es nicht geschafft haben“, sagte er, ergänzte unter Tränen: „Ich habe endlich meine Familie gesehen, das hat mich erleichtert. Aber meine Gedanken sind bei den Kindern, von denen ich heute Anrufe bekommen habe, und bei den Menschen in der Ukraine, die Hilfe brauchen.“ Dogan will nun eine Spendenaktion starten, um den Kriegsopfern vor Ort zu helfen.

Dogan sei bei seiner Flucht von der türkischen Regierung unterstützt worden. In der Jugend hatte er für Werder Bremen gespielt und drei Punktspiele für die U23 absolviert. Zuletzt stand er für den niedersächsischen Oberligisten TB Uphusen auf dem Platz, ehe er den Vertrag in Charkiw unterschreiben wollte. (tsc/mn)

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