Muss Hertha-Coach zittern? Bobic erklärt: Davon hängt die Zukunft von Pal Dardai ab

Fredi Bobic und Arne Friedrich beobachten Pal Dardai im Training von Hertha BSC.

Hertha-Trainer Pal Dardai, hier im Training am 2. September, steht bei Fredi Bobic und Arne Friedrich unter genauer Beobachtung.

Hertha BSC trudelt nach dem 0:6 bei RB Leipzig weiter durch die Liga. Fredi Bobic äußerte sich daher erneut mit Blick auf die ungewisse Zukunft von Trainer Pal Dardai.

Berlin. Katerstimmung bei Hertha BSC. Eigentlich wollte der Hauptstadt-Klub dank Investor Lars Windhorst (44) oben angreifen und bei den Großen mitspielen. Doch auch in der aktuellen Saison sind die Berliner nicht mehr als der Spielball von Bayern München, RB Leipzig und Co.

Das schmerzhafte 0:6-Debakel in Leipzig am Samstag war bereits die zweite herbe Klatsche der laufenden Spielzeit, am dritten Spieltag unterlag Hertha schon 0:5 beim FC Bayern. Die erhoffte Stabilität unter Trainer Pal Dardai (45) liegt in weiter Ferne – ebenso wie dessen Aussichten auf eine Weiterbeschäftigung über die Saison hinaus.

Fredi Bobic spricht über Hertha-Zukunft von Pal Dardai

Zwar schloss Hertha-Geschäftsführer Fredi Bobic (49) in einem „Kicker“-Interview am Montag (27. September 2021) nicht aus, dass sein ehemaliger Berliner Teamkollege „sogar zehn Jahre“ im Amt bleiben könne – ließ allerdings klare Einschränkungen folgen.

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„Ich habe es ihm persönlich gesagt, und ich sage es jetzt auch öffentlich: Es liegt an Pal Dardai selbst, wie lange er Trainer ist“, so Bobic, der ergänzte: „Es liegt letztlich immer an der Arbeit, die jemand macht.“

Dass die Arbeit von Klub-Urgestein Dardai die Verantwortlichen nicht vollends überzeugt, steht außer Frage. Und damit auch, dass dessen Zukunft am seidenen Faden hängt und selbst ein Verbleib bis Saisonende nach aktuellem Stand zur gewaltigen Herausforderung wird.

Hertha stellt unter Pal Dardai schwächste Abwehr der Liga

Der kurze Hoffnungsschimmer der vergangenen Wochen ist in Leipzig schon wieder verblasst. Auf den Pannen-Start mit drei Niederlagen folgten zuletzt zwar zwei Siege gegen die Aufsteiger Bochum und Fürth. Doch der Auftritt in der Red Bull Arena rückte die Probleme wieder in den Vordergrund.

Hertha stellt mit einem Schnitt von drei Gegentoren pro Spiel die schwächste Abwehr der Liga, brachte selbst erst sieben Tore zustande. Eigentlich hatte der Auftrag an Dardai für seine zweite Amtszeit gelautet, die Berliner mit attraktiverem Fußball ins obere Tabellendrittel zu führen. Und nur wenn das schon bald gelingt, ist eine weitere Zusammenarbeit überhaupt erst vorstellbar.

Ein Ultimatum gab es für den Chefcoach allerdings noch nicht. Stattdessen bemühte sich Bobic darum, Gelassenheit auszustrahlen: „Wir wollen Ruhe und Kontinuität. Wir haben gesagt, wir gehen gemeinsam in die Saison und ziehen sie durch.“ Ob es dazu kommt, liegt allerdings bei Dardai und den Ergebnissen der kommenden Wochen. (bc)

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