Rund um die Kader-Nominierung von Julian Nagelsmann bei der deutschen Nationalmannschaft hat Dietmar Hamann einen bangen Blick auf die WM 2026 geworfen.
„Im Moment weit entfernt“Nicht zur WM? Hamann befürchtet Kader-Hammer beim DFB
Autor
Die beiden Länderspiele Ende März sind für viele deutsche Nationalspieler die letzte große Chance, noch einmal Eindruck bei Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) zu hinterlassen.
Wer die Duelle in der Schweiz und Ghana als Bewerbungsschreiben nutzt, darf sich große Hoffnungen auf einen Platz im Kader der DFB-Auswahl für die Weltmeisterschaft machen. Für Sky-Experte Dietmar Hamann (52) gibt es gleichzeitig aber auch Personalien, bei denen die große WM-Enttäuschung droht.
Hamann-Klartext: „Nichts darf mehr schiefgehen“
Als prominentes Sorgenkind nannte der Ex-Nationalspieler in seiner Sky-Kolumne am Donnerstag (19. März 2026) Jamal Musiala (23) vom FC Bayern.
Der Offensiv-Star verpasst die beiden Spiele wegen einer zuletzt erlittenen Verletzung am Sprunggelenk und soll in München an seiner Rückkehr in der entscheidenden Saisonphase arbeiten. Noch ist offen, in welcher Verfassung Musiala bei den beiden Kracher-Duellen in der Champions League gegen Real Madrid sein wird.
„Ich glaube, das Letzte, an das er und die Bayern gerade denken, ist die Nationalmannschaft“, sagte Hamann über den Ausnahme-Fußballer, der weite Teile der bisherigen Saison nach einem Wadenbeinbruch verpasst hatte. Musiala stand seitdem zwar wieder in elf Pflichtspielen auf dem Rasen, doch bis zur Topform ist es nach Ansicht des TV-Experten noch ein weiter Weg.
„In meinen Augen ist die WM im Moment für Musiala weit entfernt“, sagte Hamann und stellte einen echten Kader-Hammer bei der deutschen Nationalmannschaft in Aussicht: „Ob es dann reichen wird, ihn zur WM mitzunehmen, muss man sehen. Stand heute glaube ich, dass es schwer wird.“

Copyright: IMAGO/Sven Simon
Vincent Kompany muss beim FC Bayern aktuell wieder auf Jamal Musiala verzichten.
Notgedrungen auf Musiala zu verzichten, würde auch für den Bundestrainer einen empfindlichen Rückschlag bedeuten. Der offensive Mittelfeldspieler ist unter normalen Umständen nicht aus der ersten Elf wegzudenken, kam nur bei drei seiner jüngsten 25 Länderspiele von der Bank.
Hamann zeigte sich skeptisch, ließ aber eine Hintertür offen: „In der nächsten zwei Monaten muss viel passieren, es darf nichts mehr schiefgehen. Der Fuß muss okay sein und die Leistungen müssen stimmen. Dann kannst du überlegen, ob du ihn mitnimmst. Wenn du 26 Spieler nominieren kannst, dann kannst du vielleicht ein oder zwei Verletzte mitnehmen.“


