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Auch Klopp und Sedlaczek betroffenGroßes WM-Problem: Die Wahrheit hinter diesem Foto

Drei blonde Frauen (KI-generiert) jubeln im Deutschland-Trikot.

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Dieses Foto, das vermeintlich drei weibliche Deutschland-Fans bei der WM zeigt, ging bei Social Media viral. Doch es ist nicht echt.

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Die Fake-WM in Nordamerika: Bei Social Media macht sich aktuell ein äußerst unschöner Trend breit.

Schottische Fans, die mit ihren Gesängen für Gänsehaut sorgen. Brasilianische Fans, die den Times Square in New York einnehmen. Oranje-Fans, die Oranje-Sachen machen. Die Anhängerinnen und Anhänger schreiben auch bei der WM in Nordamerika wieder einmal die vielleicht schönsten Geschichten.

Doch ein unschöner Trend macht auch vor ihnen nicht halt. Dreiste KI-Fakes, die bei Social Media Tausende Likes einsammeln.

In Wahrheit jubelten drei andere Menschen

Auch beim Deutschland-Spiel gegen Curacao gab es nun wieder ein solches Beispiel. Bei X machte am Sonntagabend (14. Juni 2026) ein Bild die Runde, das drei blonde Frauen im hautengen Deutschland-Trikot zeigt.

In Wirklichkeit gibt es diese drei Frauen nicht. Ein Blick in den Stream von ARD und anderen Sendern zeigt, dass in Wahrheit an dieser Stelle und zu diesem Zeitpunkt im Stadion ein Mann, eine Frau und ein junges Mädchen die 1:0-Führung der DFB-Elf bejubelten – womöglich eine Familie.

Der ziemlich offensichtliche Fake hält zahlreiche User aber nicht davon ab, ihre sexistischen Kommentare unter das Bild der drei blonden Frauen zu rotzen. Im Gegenteil.

Die WM zeigt derzeit die Schattenseiten der Künstlichen Intelligenz. Manche Fälschungen sind offensichtlich, andere auf den ersten Blick kaum als solche zu erkennen.

Deutschland-Fans jubeln über das erste Tor.

Copyright: ARD

Diese Familie war tatsächlich bei der Übertragung zu sehen.

Auch Esther Sedlaczek wurde bereits Opfer eines sexistischen Fakebildes, das die ARD-Moderatorin mit tiefem Ausschnitt, vergrößerten Brüsten und einem bis zur Unkenntlichkeit veränderten Gesicht zeigt. Das Aussehen von ARD-Experte Bastian Schweinsteiger wurde auf dem Bild, das von zahlreichen Accounts weiterverbreitet wurde, dagegen nicht verändert.

Doch damit nicht genug. Immer wieder machen aktuell im WM-Kontext auch frei erfundene Zitate bei Social Media die Runde, die in vielen Fällen höchstwahrscheinlich ebenfalls KI-generiert sind.

So wurde Jürgen Klopp zuletzt von diversen Accounts mit einer harschen Kritik an den dreiminütigen Trinkpausen zitiert. Der Fußball sei eine „Geisel von Managern in klimatisierten Büros“, die Unterbrechungen ein „goldener Käfig, der für Sponsoren gebaut wurde“. Die Aussagen, die er angeblich als ZDF-Experte getätigt hat, sind nie gefallen, wurden dennoch von zahlreichen internationalen Medien verbreitet.

Ein weiteres Beispiel? Die äußerst harsche Kritik des irischen Experten Roy Keane an der Leistung der Türkei beim 0:2 gegen Australien, verbreitet von einem Account, der in seiner Bio sogar darauf hinweist, fiktive Zitate zu posten.

Das sieht man allerdings erst, wenn man auf das Profil klickt, worauf viele im Alltag verzichten, wenn sie einen für sie interessanten Post retweeten oder kommentieren. So auch Boris Becker, der sich wegen der vermeintlichen Keane-Kritik an den Türken bei X zu der Aussage hinreißen ließ, Keane sei „der beste Experte! Er sagt es, wie es ist!“ Viele User wiesen Becker anschließend darauf hin, dass er auf einen Fake hereingefallen sei.

Amad Diallo von der Elfenbeinküste im Zweikampf mit Ecuadors Kevin Rodriguez.
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