Vor dem Klassiker gegen die Niederlande spricht Jürgen Klopp über seine Startelf-Überraschung Philipp Treu, seine Erwartungen an die Mannschaft und die Zukunft des DFB.
Hat Nagelsmann gratuliert?Klopp weicht Wontorra-Nachfrage aus: „Wow!“

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Jürgen Klopp am RTL-Mikrofon vor dem Spiel.
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Es ist angerichtet! Die Klopp-Ära beim DFB kann losgehen. Jürgen Klopp (59) steht beim Klassiker gegen die Niederlande erstmals als Bundestrainer an der Seitenlinie der deutschen Nationalmannschaft. Beim Debüt in Amsterdam setzt er direkt auf einige Überraschungen.
Unter anderem darf Rechtsverteidiger Philipp Treu (25) vom SC Freiburg von Beginn an ran. Anstoß ist um 20.45 Uhr.
„Müssen zeigen, dass wir es verstanden haben“
Bei der Übertragung auf RTL führt Laura Wontorra gemeinsam mit Lothar Matthäus durch die Vorberichterstattung. Im Interview vor dem Anpfiff fand Klopp für seinen Neuling Treu nur lobende Worte: „Wir haben so viel gesprochen und trainiert, dass Philipp mit Sicherheit gemerkt hat, dass er hier reinpasst. In jeder einzelnen Trainingseinheit wird er das gemerkt haben.“
Auf Treu wartet mit Cody Gakpo ein prominenter Gegenspieler. Klopp kennt den Niederländer noch aus seiner Zeit beim FC Liverpool. „Ich habe keinen Spieler auf der Welt gefunden, der ihn über 90 Minuten im Eins-gegen-eins verteidigen kann. Glücklicherweise wollen wir das gar nicht. Dementsprechend wird er da Hilfe bekommen müssen“, sagte der Bundestrainer.
Was Jürgen Klopp von seiner Mannschaft sehen möchte, machte er ebenfalls deutlich. „Spieler, die sich wirklich füreinander und aus voller Überzeugung, weil sie es unglaublich gerne machen, obwohl sie nicht jede Woche zusammen sind, in den nächsten Zweikampf schmeißen. Das sind Dinge, die ich schon sehen möchte.“
Auch die taktische Ausrichtung ließ der 59-Jährige durchblicken: „Einen intensiven Fußball, den müssen wir ja spielen. Heute kann ja der erste Tag unserer wundervollen Zukunft sein – theoretisch.“
Gleichzeitig machte Klopp klar, dass auf die Worte Taten folgen müssen: „Im Moment sind unseren Träumen, Wünschen und tollen Gedanken keine Grenzen gesetzt. Aber dafür müssen wir natürlich auch zeigen, dass wir es verstanden haben. Dass wir auch nicht zufrieden waren mit der WM.“
Für einen unterhaltsamen Moment sorgte die Frage nach den Glückwünschen, die Klopp vor seinem Debüt erreicht hatten. Der neue Bundestrainer wich zunächst geschickt aus. Auf die Nachfrage von Wontorra, ob sich beispielsweise Julian Nagelsmann bei ihm gemeldet habe, antwortete Klopp: „Wow, machen wir es doch einfach so: Ich spreche nicht über die Menschen, die sich bei mir gemeldet haben.“
Doch die RTL-Moderatorin ließ nicht locker und hakte weiter nach. Schließlich entlockte sie Klopp zumindest zwei prominente Namen: Michael „Bully“ Herbig und Campino.
Kurzfristig musste Klopp in seiner Mannschaft noch umplanen: Jamal Musiala konnte aufgrund von muskulären Problemen nicht spielen, wie der DFB kurz vor Spielbeginng mitteilte. Er wurde durch Nadiem Amiri ersetzt.
