Ein französischer Reporter sollte von der WM berichten, sitzt aber in Algerien im Gefängnis. Die Fußball-Welt ist schockiert.
Sein Stuhl bleibt leerJournalist sitzt während WM im Gefängnis – FIFA-Boss hofft

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Didier Deschamps und Frankreich starten gegen Senegal in die WM. (Archivbild)
Ein unbesetzter Stuhl bei der WM-Pressekonferenz, aber alle reden nur über ihn. Der französische Reporter Christophe Gleizes (37) sollte eigentlich aus den USA berichten – doch stattdessen ist er in Algerien eingesperrt. Eine Story, die wirklich nahegeht.
„Ich hoffe für ihn und seine Familie, dass er so schnell wie möglich hier sein und seine Fragen selbst stellen kann.“ Diese Worte kamen von Frankreichs Nationalcoach Didier Deschamps auf einer Pressekonferenz. Ein Kollege der Zeitung „L'Équipe“ hatte zuvor eine Frage für den festgesetzten Journalisten gestellt. Sein Platz im Medienzentrum blieb unbesetzt und wurde damit zu einem starken Zeichen.
Die Causa um den 37-Jährigen erschüttert die Fußball-Community. Während des Medientermins in East Rutherford demonstrierten zahlreiche französische Journalisten ihre Verbundenheit, indem sie Schals mit dem Aufdruck „Free Gleizes“ trugen.
FIFA-Chef Infantino pocht auf Freilassung
Gianni Infantino, der Präsident der FIFA, hat sich ebenfalls der Sache angenommen und setzt sich vehement für eine Begnadigung des Reporters ein. „Ich hoffe, dass er in einem großen Akt der Menschlichkeit die präsidentielle Begnadigung bekommt und noch während der WM zu uns stoßen kann“, teilte Infantino mit.
Der Anführer des Weltfußballverbandes unterstrich bereits im Vorfeld des riesigen Turniers, das in den USA, Kanada sowie Mexiko stattfindet: „Er hat seine Akkreditierung und er hat seinen Platz hier.“

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FIFA-Boss Gianni Infantino macht sich für eine Begnadigung von Christophe Gleizes stark. (Archivbild)
Sieben Jahre Haft – das schockierende Urteil
Doch was ist der genaue Vorwurf gegen Gleizes? Der Angestellte der Magazine „So Foot“ und „Society“ wurde laut Angaben von Reporter ohne Grenzen im Mai 2024 in dem nordafrikanischen Staat festgesetzt. Er war dort, um für einen Bericht über den algerischen Verein Jeunesse Sportive de Kabylie (JSK) zu recherchieren.
Die Hammer-Nachricht folgte im Juni 2025: Gleizes erhielt eine siebenjährige Haftstrafe wegen „Verherrlichung des Terrorismus“. Die Behörden in Algerien beschuldigen ihn, Verbindungen zu einer separatistischen Gruppierung unterhalten zu haben, welche dort als terroristische Vereinigung eingestuft ist.
Geste der FIFA: Familie bei WM-Spiel dabei
Nationalcoach Deschamps erzählte, er sei den Eltern von Gleizes Ende Mai während des französischen Pokalendspiels begegnet. Als Zeichen der Solidarität lud die FIFA die Familie zum WM-Auftakt der „Équipe Tricolore“ ein: zum Spiel am Dienstag (16. Juni 2026, 21.00 Uhr/MagentaTV) gegen Senegal, das in East Rutherford stattfindet.
Der Schmerz der Angehörigen ist jedoch groß. Gegenüber dem britischen Sender BBC offenbarte die Mutter von Gleizes, ihr Sohn fühle sich von der Außenwelt „abgeschnitten“. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
