Nach der Wutrede kam die Pleite gegen den Aufsteiger. Albert Riera ist bei Eintracht Frankfurt immer umstrittener.
Nach Riera-AusrasterFrankfurt patzt gegen HSV – Trainer bald weg?
Stürmische Zeiten bei Eintracht Frankfurt! Einen Tag nach der denkwürdigen Wutrede von Albert Riera auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den Hamburger SV, patzten die Frankfurter auf dem Platz.
Gegen den Aufsteiger gab es eine 1:2-Niederlage. Von den Rängen gab es Pfiffe, wohl auch für den Trainer. Zudem stellten die Fans zwischenzeitlich sogar komplett den Support ein.
Eintracht-Boss: „Kann man jetzt gut oder schlecht finden“
Der Anhang hat nach einer enttäuschenden Saison die Nase voll. Auch von Riera? Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche vermied jedenfalls eine klare Rückendeckung für den umstrittenen Spanier.
„Heute ist der Trainer kein Thema“, sagte Krösche zwar nach dem schwachen 1:2 zu Haus. Inwieweit der 44-Jährige aber in den kommenden Tagen beim Bundesligisten zur Debatte steht, dazu äußerte sich Krösche nicht. „Am Ende geht es letztendlich um die Leistung der Mannschaft und da muss man sagen: Das ist es diese Saison gerade in solchen wichtigen Spielen nicht ausreichend.“
Riera hatte einen Tag vor dem 32. Spieltag mit einer bemerkenswerten Pressekonferenz für Aufsehen gesorgt. Als „totalen Bullshit“ bezeichnete der Spanier die Medienberichte über einen angeblichen Zwist mit Nationalspieler Jonathan Burkardt. Riera soll demnach ein Problem mit den vermeintlich hohen Körperfettwerten des Stürmers gehabt haben. Er soll aber nicht persönlich mit Burkardt darüber gesprochen, sondern Co-Trainer Jan Fießer vorgeschickt haben.
Aus Sicht von Krösche war dieser denkwürdige Monolog keine Wutrede. „Albert ist eine Persönlichkeit, die das Herz auf der Zunge trägt. Und der sagt, was er denkt. Das kann man jetzt gut oder schlecht finden. Ich finde, dass er nicht so viele Dinge so wirklich falsch eingeschätzt hat.“
Auf dem Platz jedenfalls ist seit Rieras Amtsantritt Anfang Februar kein wirklicher Fortschritt zu erkennen. Die Eintracht muss mehr denn je um die Europapokal-Qualifikation bangen. Die Hessen sind zwar noch Tabellensiebter, doch der SC Freiburg kann an den Hessen am Sonntag schon mit einem Remis gegen den VfL Wolfsburg vorbeiziehen. Zudem bekommen es die Frankfurter in dieser Saison noch mit Borussia Dortmund und dem VfB Stuttgart zu tun.
Riera selbst antwortete auf die Frage, ob er nach der Niederlage gegen den HSV besorgt um seinen Job bei der Eintracht sei: „Bis zum letzten Moment werde ich mein Bestes geben. Und wenn es nicht reicht, dann reicht es eben nicht. Aber ich versuche mein Möglichstes.“ (are/dpa)
