Fortuna Düsseldorf hat mit dem Trainerwechsel im Saisonfinale für mächtig Diskussionen gesorgt. Ex-Profi Mario Basler kann die Entscheidung nicht nachvollziehen.
„Was denkt sich da Mislintat?“Basler poltert über Trainer-Entscheidung in Düsseldorf

Der Trainerwechsel bei Fortuna Düsseldorf sorgte nicht nur aufgrund der vielen Wortspiele deutschlandweit für Aufsehen. Einige Kritiker haben sich vordergründig wegen der jüngsten Vergangenheit von Alexander Ende (46) über seine Rolle als Nachfolger von Markus Anfang (51) gewundert.
Erst vor einem Monat musste der neue Düsseldorf-Coach bei Tabellenschlusslicht Münster seine Koffer packen. Und nun soll er die Rot-Weißen vor dem Abstieg bewahren? Diese Entscheidung hat auch den ehemaligen Fußballprofi Mario Basler (57) überrascht.
Mario Basler: „Was denkt sich da auch ein Mislintat?“
In der neuesten Ausgabe seines Podcasts „Basler Ballert“ hat sich der Ex-Münchener über die Trainer-Rochade in Düsseldorf aufgeregt, vor allem den Gedankengang von Sportboss Sven Mislintat (53) kann er nicht nachvollziehen. „Hat es das schon mal gegeben, dass ein Trainer in einer Saison mit zwei Mannschaften versucht hat abzusteigen?“, fragte Basler zunächst schon spöttisch.
Dann legte der ehemalige Standard-Spezialist nach: „Und dann fällt Düsseldorf keine bessere Idee ein, als zu sagen: Ich schmeiße meinen Trainer raus, hole einen Trainer, der mit Preußen Münster auf dem letzten Platz war. Da verstehe ich den Gedanken nicht. Das sind so kuriose Dinge, wo ich sage: Was denkt sich da auch ein Mislintat? Ende fliegt dann da raus und drei Wochen später kommt Fortuna Düsseldorf und sagt: Wir holen den Trainer, der Preußen Münster von Platz 11 auf Platz 18 geführt hat.“
Ende wurde beim Tabellenletzten der 2. Bundesliga nach einer heftigen 0:6-Pleite gegen Abstiegskonkurrent Dresden gefeuert. Trotzdem hält Basler ihn grundsätzlich für einen guten Coach: „Ich mag Alexander Ende. Ich sage ja nicht, dass er ein schlechter Trainer ist oder so. Ich will ja nur den Grundgedanken von einem Mislintat verstehen, dass er einen Trainer entlässt, weil es nicht funktioniert, und holt dann einen Trainer, der seit Wochen kein Spiel mehr gewonnen hat, der mit seiner Mannschaft auf den letzten Tabellenplatz gerutscht ist und der ja keine Zeit hat, was zu entwickeln, weil es geht ja nur darum, die Klasse zu halten.“
Mislintat glaubt jedoch an die langfristige Vision mit Ende und hat sich deswegen gegen einen klassischen Feuerwehrmann entschieden. Unter einem erfahrenen Retter wäre für den Sportvorstand die Wahrscheinlichkeit, Spiele zu gewinnen, auch nicht höher gewesen.
Basler hofft jedenfalls, dass die Fortuna auch mit dem neuen Trainer das Minimalziel Klassenerhalt schafft. Er drückt den Rot-Weißen die Daumen: „Wir wollen ja auch hoffen, dass Düsseldorf drin bleibt, weil Düsseldorf muss ja minimum 2. Liga spielen.“
