Kultmanager Reiner Calmund glaubt daran, dass Fortuna Düsseldorf nach vier Niederlagen in Serie die Wende schaffen kann. Der 77-Jährige weiß, worauf es für den neuen Trainer Alexander Ende ankommen wird.
Fortuna kämpft gegen AbstiegCalmund-Rat an Trainer Ende: „Da geht es jetzt nicht drum“

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Kultmanager Reiner Calmund drückt der Fortuna im Abstiegskampf die Daumen.

Die Lage bei der Fortuna ist so prekär wie schon lange nicht mehr. Nach 17 Jahren droht erstmals wieder der Abstieg in die 3. Liga!
Damals sorgte Kultmanager Reiner Calmund (77) im Aufsichtsrat der Rot-Weißen mit seiner Expertise dafür, dass es wieder nach oben ging.
Reiner Calmund: „In Magdeburg, da tanzt schon der Bär!“
Im Interview mit „t-online“ hat der ehemalige Leverkusen-Geschäftsführer über den Abstiegskampf gesprochen: „Das ist ein Wahnsinn, was da unten abläuft. Es sind nur noch fünf Spieltage, aber acht Mannschaften kämpfen gegen den Abstieg und müssen alle noch zittern. Von Dresden auf Platz 12 bis zum Letzten sind es gerade mal zwei Punkte. Und die Fortuna hat nur noch einen Zähler Abstand bis zum direkten Abstiegsplatz. Jetzt kommt das Spiel am Samstag in Magdeburg, da tanzt schon der Bär!“
Gegen den direkten Abstiegskonkurrenten aus Sachsen-Anhalt braucht Düsseldorf dringend Punkte. Vor allem, weil der FCM bei einer Niederlage an der Fortuna vorbeiziehen würde. Der letzte Erfolg liegt mittlerweile schon über einen Monat zurück.
Der schlechte Trend der letzten Wochen spielt für Calli im Schlussspurt keine Rolle mehr: „Dann muss jetzt eben eine positive Serie her. Warum sollen sie denn nicht auch mal eine Serie in die andere Richtung starten? Das Potenzial von Fortuna ist in jedem Fall besser als der Tabellenplatz, auf dem sie gerade stehen. Aber wenn du da unten hängst und du hast die letzten Spiele alle verloren, dann stellt sich natürlich die Frage, wie groß jetzt die allgemeine Verunsicherung ist.“
Mit dem neuen Trainer hat Sportboss Sven Mislintat (53) seine vermeintlich letzte Patrone verschossen. Alexander Ende (46) soll das Blatt wenige Wochen vor dem Ende der Saison wenden.
Calmund weiß, worauf es mit dem neuen Coach ankommen wird: „Es geht jetzt gar nicht darum: Wie gut war Markus Anfang oder welches Fachwissen hat Alexander Ende? Du brauchst jetzt jemanden, der der Mannschaft Selbstvertrauen schenkt – das ist das Allerwichtigste. Du musst die Blockade in den Köpfen lösen. Du brauchst jemanden, der die Spieler auch psychologisch mitnimmt und erreicht. Jetzt geht es nicht darum, die Bälle hochzuhalten, jetzt kommt es auf die Ansprache an.“
Viel Zeit, um fußballerische Inhalte zu vermitteln, hat Ende ohnehin nicht. Von seinem Amtsantritt bis zum ersten Spiel bleiben dem Trainer nur wenige Einheiten, in denen er viele Gespräche führt. Damit, dass der Trainerwechsel in die Hose gehen könnte, will sich Calli nicht beschäftigen: „Solche Szenarien male ich mir gar nicht aus. Das ist nicht meine Art zu denken.“
