Drittligist Fortuna Düsseldorf ist denkbar schlecht in die Saison gestartet. Trainer Alexander Ende denkt trotzdem, dass er der richtige Mann ist, um die Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen.
„Sind einen Umweg gefahren“Ende will Düsseldorf wieder auf Kurs bringen

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Fortuna-Trainer Alexander Ende war mit der Leistung seines Teams an den ersten beiden Spieltagen nicht zufrieden.

Für die Fortuna hätte der Start in die neue Saison der 3. Liga nicht schlechter laufen können. Nach zwei Partien steht die Mannschaft von Trainer Alexander Ende (46) noch ohne Punkte da. Der Coach ist allerdings trotzdem fest davon überzeugt, dass er sein Team wieder auf Kurs bringen kann. Das hat er auch in der Vergangenheit schon gezeigt.
Beim SC Verl startete er denkbar schlecht in seine Karriere als Trainer in der 3. Liga. Ohne Erfahrung in der dritthöchsten Spielklasse gingen gleich seine ersten drei Partien damals verloren.
Alexander Ende: „Der Weg dahin war nicht immer glatt“
Anschließend legte die Mannschaft allerdings einen echten Lauf hin. In den folgenden vier Monaten verloren die Ostwestfalen nur noch zwei Spiele und standen zwischenzeitlich sogar auf einem Aufstiegsplatz.
Mit der aktuellen Kritik an seiner Person kann der Trainer deswegen umgehen: „Ich weiß ganz genau, wie in der Vergangenheit meine Entwicklung mit Mannschaften stattgefunden hat. Irgendwann wurde gesagt: ,Boah, wie spielen die Fußball‘, aber der Weg dahin war nicht immer glatt. Da war nicht immer alles toll. Dass da gerade viel Gegenwind kommt, habe ich bei einem Traditionsverein nicht anders erwartet.“
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Trotz der sportlich angespannten Situation ist Ende davon überzeugt, dass er genau der richtige Mann ist: „Ich bin in diesen Situationen bei mir geblieben und habe mich festgehalten an Dingen, von denen ich überzeugt bin. Du musst dranbleiben mit Überzeugung und die Hand drüberhalten. Nur so kann Entwicklung stattfinden. Das habe ich in der Vergangenheit mit der Zeit immer hinbekommen und das werde ich auch jetzt hinbekommen. Auch gegen den ein oder anderen Widerstand.“
Der Coach ist erst seit vier Monaten im Amt. In seiner ersten Sommervorbereitung hat Ende versucht, seine Idee vom ballbesitzorientierten Fußball zu vermitteln. Bei der Mannschaft scheint die allerdings noch nicht vollständig angekommen zu sein. Besonders die Partie gegen Hoffenheim II lieferte viele Fragezeichen.
Viele Neuzugänge: Die Mannschaft braucht Zeit
Für Ende aber nur ein Ausrutscher: „Wir haben am Wochenende einmal eine Ausfahrt genommen, die nicht die richtige war. Wir sind da einen Umweg gefahren. Die Arbeit aus den sechs Wochen Vorbereitung muss ganz klar unsere Orientierung bleiben. Die haben wir in vielen Teilbereichen des Spiels verlassen. Wir haben unsere Lehren daraus gezogen. Jetzt geht es volle Fahrt zurück auf diesen Weg.“
Der Trainer ist also voll davon überzeugt, dass er seine Mannschaft wieder auf den richtigen Kurs bringen kann. Laut Ende braucht das Team für genau diese Entwicklung aber auch Zeit: „Der Prozess bis zum Mannheim-Spiel war ganz klar. Dann ist es aber auch klar, dass bei einer Mannschaft mit vielen neuen Spielern noch nicht alles bei 100 Prozent ist. Daraus schließt du deine Erfahrungen, und so müssen wir arbeiten.“
Die Arbeit vor dem DFB-Pokalspiel gegen den SC Freiburg am Sonntag steht nun also im Fokus. Dabei wird es für Ende nicht nur eine Frage der Formation: „Es ist gar nicht die Frage von Systematik oder Aufteilung. Es ist eine Frage von Prinzipien. Wenn wir vor dem Ball weglaufen und permanent lange Bälle spielen, dann hat das wenig mit System zu tun. Dann ist es auch scheißegal, ob ich mit Vierer- oder Fünferkette spiele. Die Prinzipien bleiben gleich, daran müssen wir uns festhalten. So funktioniert Fußball.“
Und nur so kann es auch mit einem Pokalwunder gegen den Favoriten aus dem Breisgau klappen. Gegen den Sportclub wird allerdings die Leistung im Fokus stehen und nicht das Ergebnis. Aber der Pokal hat bekanntlich ja seine eigenen Gesetze.


