Hass-Gesänge der Fans: FIFA bestraft WM-Gastgeber hart
WM-Gastgeber bestraftFIFA sperrt Fanbereiche wegen homophober Rufe der Zuschauer

Copyright: Fernando Llano/AP/dpa
«Die Welle ja, der Gesang nein»: Mexikos Verband hat eine Kampagne gegen homophobe Rufe gestartet.
Mexiko, Mitausrichter der WM, steckt tief im Schlamassel: Hass-Gesänge von den Rängen bei Fußballpartien. Die Lage eskalierte zuletzt derart, selbst bei Auftritten des Nationalteams, dass die FIFA nun hart einschreitet. Bei der Test-Begegnung gegen Ghana (Endstand 2:0) im Estadio Cuauhtémoc in Puebla blieben ganze Zuschauerblöcke leer.
Der Fußballverband des Landes (FMF) hatte diesen Schritt bereits im Vorfeld angekündigt. In einer Mitteilung des Verbands hieß es: „In Übereinstimmung mit dem Beschluss wurden einige Bereiche gemäß den von der FIFA und den Stadionbetreibern festgelegten Bestimmungen für den öffentlichen Verkauf gesperrt“.
Irre Wende: Strafe trifft Nicht-WM-Stadt
Das Kuriose an der Sache: Puebla zählt überhaupt nicht zu den drei Austragungsorten der Weltmeisterschaft. Gekickt wird neben der Metropole Mexiko-Stadt im legendären Aztekenstadion. Dort startet am 11. Juni 2026 die WM mit der Partie Mexiko gegen Südafrika. Weitere Spielorte sind Stadien bei Monterrey und Guadalajara.
Der Kampf gegen die homophoben Gesänge und Schmähungen ist im mexikanischen Fußball kein neues Thema. In der Erklärung zur Sanktion durch die FIFA wurde außerdem betont: „Der mexikanische Fußballverband bekräftigt sein Engagement für die Beseitigung jeglichen diskriminierenden Verhaltens in Stadien“.
La Ola statt Hass: So soll die Wende gelingen
Damit das Problem endlich der Vergangenheit angehört, rief der FMF eine neue Initiative ins Leben. Ihr Name: „Die Welle ja, der Ruf nein“. Dies ist ein klarer Aufruf an die Anhänger, für eine positive Atmosphäre zu sorgen.
Gemeint ist damit die berühmte La Ola, die vor vier Jahrzehnten bei der Weltmeisterschaft in Mexiko ihren Ursprung fand und seither global in den Arenen für Begeisterung sorgt. Präsentiert wird die Aktion von Akteuren des damaligen Weltmeister-Teams. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
