Erst gefeierter Aufstiegsgarant, jetzt außen vor: Mertcan Ayhan erlebt beim kommenden FC-Gegner Schalke gerade eine harte Zeit.
Zweithöchster Marktwert im KaderSchalkes Millionen-Juwel muss gegen FC II ran

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Mertcan Ayhan (M.) kommt in der Bundesliga aktuell bei Schalke kaum zum Zug.
Am Dienstag durfte Mertcan Ayhan (20) zwar mal wieder von Anfang an auflaufen, doch echte Begeisterung kam bei ihm kaum auf. Für den Türken war es in der aktuellen Spielzeit tatsächlich die Premiere in einer Anfangsformation von Schalke.
Dieser Startelf-Einsatz fand jedoch nicht im Bundesliga-Team statt, sondern lediglich in der viertklassigen Regionalliga West bei der zweiten Mannschaft. Zu allem Überfluss endete die Nachholpartie dann auch noch mit einem totalen Misserfolg. Die Zweitvertretung der Knappen musste sich der U21 des 1. FC Köln mit 1:3 geschlagen geben. Am Samstag stehen sich in Köln die Profiteams der beiden Klubs in der Bundesliga gegenüber. Welche Rolle Ayhan dabei spielen wird, ist offen.
Millionen-Hoffnung auf der Ersatzbank
Der Negativtrend für den in Gelsenkirchen geborenen Kicker setzt sich aktuell ungebremst fort. Vor rund zwölf Monaten deutete noch alles auf einen kometenhaften Aufstieg hin. Während der vergangenen Spielzeit beförderte die Vereinsführung das Talent in den Profikader. Direkt beim Saisonstart gegen Hertha BSC, der mit einem 2:1-Erfolg endete, feierte Ayhan seine Premiere.
Anschließend fand er sich allerdings vorerst auf der Ersatzbank wieder. Als Timo Becker (29) jedoch eine Knieverletzung erlitt, war das Nachwuchstalent von einem Tag auf den anderen voll gefordert. Diese Gelegenheit packte Ayhan beim Schopf, eroberte sich einen festen Platz im Team und entwickelte sich beim Marsch Richtung Aufstieg zu einem absoluten Leistungsträger. Das berichtet „bild.de“.
Derart starke Vorstellungen sorgten selbstredend schnell für Aufmerksamkeit. Ayhan wurde türkischer U21-Nationalspieler. Die Königsblauen handelten prompt und statteten den Defensivspezialisten mit einem Arbeitspapier bis ins Jahr 2030 aus.
Während der Sommerpause verfolgten die Klub-Bosse einen eindeutigen Plan: Sollte der Abwehrspieler weiter solche Fortschritte machen, würde bei einem Verkauf im Sommer 2027 ein gewaltiger Geldregen winken. Auf solche Einnahmen ist der Revierklub massiv angewiesen. Ayhan zählt mit seinem geschätzten Marktwert in Höhe von acht Millionen Euro zu den potenziell kostbarsten Juwelen im Kader.
Aktuell kann davon aber keine Rede sein. Ohne Einsätze auf dem Rasen gibt es keine Wertsteigerung. Genau dieses Problem bremst derzeit alles aus. Um überhaupt im Wettkampfrhythmus zu bleiben, kickt Ayhan momentan eben nur viertklassig und nicht im Oberhaus. Glücklich ist über diesen Zustand bei den Beteiligten sicherlich keiner. In der Bundesliga sammelte er bloß magere 29 Einsatzminuten. Auch beim 5:2-Pokalerfolg nach Verlängerung gegen Halle blieb ihm anfangs nur die Zuschauerrolle. Lediglich für 35 Minuten durfte er später noch auf dem Platz mitwirken.
Die ernüchternde Realität sieht so aus, dass sich Ayhan im internen Ranking der Abwehrkräfte derzeit mit Rang fünf begnügen muss. Zwar bringt Coach Miron Muslic (43) während jeder Begegnung frisches Personal für die Defensive aufs Feld. Abgesehen von zwei Partien schaute dabei aber der Spieler in die Röhre, der den zweithöchsten Marktwert des Teams besitzt. Ayhan bekommt die unerbittliche Härte des internen Wettbewerbs voll zu spüren und braucht nun viel Geduld bis zur nächsten Bewährungsprobe.
Dass dieser Moment früher oder später eintritt, steht außer Frage. Womöglich passiert das sogar zügiger als ursprünglich angenommen. Beim Dienstags-Training zog sich nämlich Maximilian Wöber (28) eine Verletzung zu. Sollte der Defensivmann aus Österreich passen müssen, steigen die Chancen auf Spielzeit für Ayhan automatisch an.
Kurioserweise heißt der kommende Gegner in der Bundesliga wie bereits in der Regionalliga Köln: Für die Schalker steht am Samstag ab 15.30 Uhr in Müngersdorf das Duell mit dem FC auf dem Programm. Durch die jüngste Niederlage im Regionalliga-Vergleich mit der FC-Zweitvertretung brennt der Jungprofi natürlich erst recht auf eine Revanche gegen die Domstädter. (red)
