Nach VerlängerungRummenigge bestätigt Eberl-Zweifel: „Dazu stehe ich“

Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge im Rahmen des DFB-Pokals.

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Rummenigge hat sich bei der Vertragsverlängerung von Eberl enthalten.

Beim FC Bayern München sorgt die Vertragsverlängerung von Max Eberl weiter für Gesprächsstoff. Karl-Heinz Rummenigge enthüllt nun, dass er sich bei der Abstimmung enthalten hat. 

Bayern-Aufsichtsrat Karl-Heinz Rummenigge (70) hat nach eigenen Angaben nicht für die Vertragsverlängerung mit Sportvorstand Max Eberl (53) gestimmt.

„Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich bei der Verlängerung mit Max mit ‚Nein‘ stimmen soll. Erst im Verlauf der Sitzung habe ich mich entschieden, mich zu enthalten“, sagte Rummenigge im Gespräch mit der Abendzeitung: „Dazu stehe ich.“

Eberl: „Werde meine Arbeit bestmöglich fortsetzen“

Für ihn sei „wichtig“ gewesen, „dass ich meine Entscheidung unabhängig treffe und mich nicht durch eine vorherige Empfehlung präjudizieren lasse.“

Bayern München hatte Ende August die Verträge von Eberl und Vorstandschef Jan-Christian Dreesen (59) bis 2029 verlängert. Rummenigge betonte zudem, ihm hätten einige Dinge im Vorfeld der Abstimmung nicht gefallen. Dies habe er intern kommuniziert.

Die Enthaltung des langjährigen Vorstandschefs kommt nicht völlig überraschend. Bereits zuvor war durchgesickert, dass Rummenigge bei der Abstimmung nicht für Eberl gestimmt hatte. Sportvorstand Eberl wurde darauf vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen Union Berlin Mitte September angesprochen und erklärte, er habe sich während der Diskussionen um seine Zukunft auf seine tägliche Arbeit konzentriert.

Wer im Aufsichtsrat für oder gegen ihn gestimmt habe, wisse er nicht. Für Eberl sei entscheidend, dass das Kontrollgremium letztlich eine Entscheidung getroffen habe. „Dementsprechend werde ich meine Arbeit jetzt bis 2029 bestmöglich fortsetzen“, so Eberl.

Auch Ehrenpräsident Uli Hoeneß (74) hatte sich zuvor kritisch zur Zukunft Eberls geäußert und die Chancen auf eine Vertragsverlängerung auf „60 zu 40“ geschätzt. Inzwischen scheint sich seine Haltung jedoch verändert zu haben. Zuletzt fand Hoeneß zunehmend lobende Worte für den Sportvorstand.

„Ich finde, dass sich Max im letzten halben Jahr innerhalb des Vereins mehr geöffnet hat“, so der 84-Jährige. „Karl-Heinz und ich und natürlich auch Herbert Hainer sind viel besser informiert worden, als es vorher der Fall war“, erklärt Hoeneß weiter.

Auch mit den Sommer-Transfers von Ismael Saibari (25) und Nathaniel Brown (23) konnte der Sportvorstand punkten. Für Rummenigge scheint diese Entwicklung allerdings nicht ausgereicht zu haben, um bei der Vertragsverlängerung für Eberl zu stimmen. (sid/han)