Vincent Kompany muss nach seinem Zusammenbruch weiter im Krankenhaus bleiben. Die Ärzte suchen nach Ursachen.
Bayern-Trainer bleibt in der KlinikEberl spricht über Kompany-Zustand: „Schwierig, ihn zurückzuhalten“
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Vincent Kompany befindet sich nach seinem Zusammenbruch in einem stabilen Zustand und wird noch „einige Tage“ im Krankenhaus bleiben. Das berichtete Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl am Tag nach dem medizinischen Notfall.
„Wir haben gestern Abend auch gesprochen. Auch mit seiner Frau. Das war für uns alle natürlich kein schöner Moment“, sagte Eberl vor dem Auswärtsspiel beim SC Freiburg an diesem Sonntag (17.30 Uhr).
Spiel von Bayern II verlegt: „Für 17-, 18‑jährige Jungs war das überfordernd“
„Zeigt mal wieder, dass der Fußball nicht das Wichtigste im Leben ist. Das Wichtigste ist die Gesundheit“, sagte Eberl weiter. Über die Ursache des Zusammenbruchs wolle er nicht spekulieren. „Ich bin jetzt hier kein Mediziner und werde keine Zusammenhänge herstellen. Natürlich machen die Ärzte seit gestern Abend nichts anderes, um herauszufinden, was es ist. Die Untersuchungen haben auch ein Stück weit Ergebnisse gebracht. Aber das bedarf noch weiterer Untersuchungen“, sagte Eberl.
Bis auf Weiteres übernimmt das Trainerteam um Assistent Aaron Danks die Aufgaben des Chefcoaches. Der Engländer sprang schon einmal für Kompany ein, als dieser im Champions-League-Halbfinalspiel in der vergangenen Saison gegen Paris Saint-Germain wegen einer Sperre von der Tribüne aus zuschauen musste.
Kompany war am Freitag auf dem Trainingsgelände des FC Bayern zusammengebrochen, als er eine Einheit der Amateurmannschaft verfolgt hatte. Der Belgier wurde daraufhin mit einem Notarztwagen in eine Klinik gebracht. Das für Samstag geplante Regionalliga-Spiel der Bayern-Amateure wurde kurzfristig abgesagt.
„Bei der U23 war es so, die haben das ja hautnah mitbekommen beim Training. Für 17-, 18‑jährige Jungs war das überfordernd und das ist auch nur menschlich“, erklärte Eberl.
Zuletzt hatte der Bayern-Coach mit einer Virusinfektion und Hüftproblemen zu kämpfen. Den 6:1-Sieg gegen RB Leipzig verfolgte er überwiegend im Sitzen, anschließend verpasste er mehrere Trainingseinheiten und eine Pressekonferenz. Beim Champions-League-Spiel gegen den FC Arsenal am Mittwoch stand er wieder an der Seitenlinie.
„Fakt ist: Wir schützen unseren Trainer, wo wir können. Wenn ein Trainer sagt, er fühlt sich bereit, etwas zu tun, dann können wir ihm das nicht nicht erlauben“, sagte Eberl. „Wir haben ihn schon zwei Tage vor dem Arsenal-Spiel zurückgehalten, weil wir von dem Virus wussten. Er war aber gut erholt und dann ist es schwierig, ihn zurückzuhalten. Er fühlte sich gut.“ (are/dpa)

