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„Hat jeden beschimpft“FC-Legende spricht über schwieriges Verhältnis zu Ex-Coach

Pierre Littbarski lächelt für ein Foto in die Kamera.

Copyright: IMAGO/Future Image

Pierre Littbarski bei der Aufzeichnung der WDR-Talkshow Kölner Treff im WDR-Studio.

Pierre Littbarski absolvierte 73 Spiele für die deutsche Nationalmannschaft und gewann 1990 die Weltmeisterschaft. Zum damaligen Bundestrainer hatte er jedoch ein „zwiespältiges“ Verhältnis.

Im Podcast „Deep Dive“ von Sport1 hat sich 1990er-Weltmeister Pierre Littbarski an die WM in Italien erinnert. Unter anderem sprach er über das Verhältnis zum damaligen Bundestrainer Franz Beckenbauer. Die Bayern-Ikone galt als absoluter Perfektionist, aber ein Moment lief komplett aus dem Ruder.

Die Stimmung unter dem Trainer war angespannt, wie Littbarski mit den Worten „Franz war fast nie zufrieden“ beschreibt. Als Paradebeispiel dient die Viertelfinal-Partie gegen die Tschechoslowakei.

Littbarski: „Wir haben gespielt wie die letzten Osterhasen“

Die deutsche Mannschaft war haushoher Favorit und spielte nach einem Platzverweis für den Kontrahenten mit einem Mann mehr, doch es funktionierte einfach nichts. Litti blickt zurück: „Wir haben gespielt wie die letzten Osterhasen“. Diese Leistung machte Beckenbauer rasend. Das berichtet „Sport1“.

Der ehemalige Spieler des 1. FC Köln (504 Partien für die Geißböcke, 144 Tore) schildert einen unglaublichen Moment: „Wir haben alle Granaten auf dem Platz und spielen so schlecht, dass der Kaiser auf einmal sich von Dr. Jekyll in Mr. Hyde verwandelt. Der ist Amok gelaufen und hat jeden beschimpft.“

Ein Akteur geriet dabei besonders ins Visier von Beckenbauer: Jürgen Klinsmann. „Er hat zweimal mit der Hacke gespielt, was nicht funktionierte, und dann hat der Franz gesagt: ‚Spiel bloß nicht mehr den Klinsi an, bei dem ist immer der Ball weg.‘“

Er selbst sei glücklich gewesen, auf der gegenüberliegenden Seite des Feldes gespielt zu haben, so Littbarski, „sonst hätte dir der Franz richtig Saures gegeben.“ Letztlich mühte sich die DFB-Auswahl mit einem 1:0-Sieg durch ein Tor von Lothar Matthäus in die nächste Runde, aber der Wutanfall ist unvergessen. Seine Beziehung zur Trainer-Ikone bezeichnet Littbarski als „zwiespältig“, weil Beckenbauer ihn stets sehr kritisch beurteilte und mehr verlangte: „Abschlüsse haben, Tore machen, nicht nur der Zauberer sein.“

Dieser enorme Erwartungsdruck entfaltete jedoch auch einen positiven Effekt. Aufgrund der herausragenden Spielerlaufbahn von Beckenbauer wollte ihn keiner im Team blamieren. „Du musst einfach abliefern und das war die beste Motivation“, erläutert der heute 66-Jährige. Jedes Zuspiel und jede Bewegung auf dem Platz geschahen mit maximaler Fokussierung. Genau das machte laut ihm die Differenz zwischen „sehr guten Spielern und den Granaten“ aus.

Littbarski führt seinen damaligen Mannschaftskameraden Andreas Brehme als Beispiel für solch eine „Granate“ an: „So jemand hat im Spiel maximal einen Fehler gemacht – das haben wir heute nicht mehr.“

Diese absolute Entschlossenheit, fehlerfrei zu bleiben, durchdrang die ganze Mannschaft. Littbarski gibt sogar zu, dass er persönlich fast nie glücklich mit seiner Leistung war, „weder in Köln noch in der Nationalmannschaft“. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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