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Pokal-KommentarNicht Tuchel: Für wen es beim FC Bayern jetzt richtig ungemütlich wird

Der FC Bayern muss mit dem Aus im DFB-Pokal die erste große Saison-Schlappe hinnehmen – nach dem Trainerwechsel. Das setzt vor allem die Münchner Bosse stärker unter Druck, meint unser Autor. Ein Kommentar.

von Béla Csányi (bc)

Es brauchte nach dem Pokal-Fiasko gegen den SC Freiburg nur einen Blick auf die Tribüne, um die Gemütslage beim FC Bayern einzufangen.

Die versteinerte Miene von Oliver Kahn (53) zeigte am Dienstagabend (4. April 2023) eindrucksvoll, wie schwer der Freiburger Wirkungstreffer auch bei der Führungsriege eingeschlagen hatte. Und das Schlimmste steht dem Vorstandsvorsitzenden und seinem Sport-Boss Hasan Salihamidzic (46) noch bevor.

Bayern-Enttäuschung im Pokal: Bosse stärker im Fokus

Denn klar ist: Auch wenn Thomas Tuchel (49) als Coach für ein enttäuschendes Saisonfinale die Verantwortung übernehmen würde, steht das Führungs-Duo mehr denn je im Fokus – und unter entsprechend gewaltigem Druck.

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Wenn der FC Bayern im finalen Saison-Drittel den Trainer wechselt, dann nur, um die Maximal-Ausbeute der noch möglichen Titel zu holen. Nachdem Julian Nagelsmann (35) die Mannschaft in allen drei Wettbewerben auf Kurs gehalten hatte, war klar: Zumindest das nationale Double ist Pflicht. Schon in Spiel zwei nach dem Trainerbeben ist das vom Tisch.

Bayern-Boss Oliver Kahn sitzt nach dem Elfmeterpfiff für den SC Freiburg im DFB-Pokal mit versteinerter Miene auf der Tribüne.

Bayern-Boss Oliver Kahn sitzt nach dem Elfmeterpfiff für den SC Freiburg im DFB-Pokal am Dienstag (4. April 2023) mit versteinerter Miene auf der Tribüne.

Der Blick richtet sich damit auf das Führungs-Duo an der Säbener Straße, das mit dem Tausch an der Seitenlinie die Chancen auf die erhoffte Maximal-Ausbeute wahren wollte – anders lässt sich die Entscheidung unmittelbar vor den entscheidenden Saisonspielen gegen Dortmund, Freiburg und Manchester City nicht begründen. Nehmen Sie hier an der EXPRESS.de-Umfrage teil:

Mit lahmen Auftritten wie gegen Freiburg stellt sich allerdings die Frage: Stand Nagelsmann und steht Tuchel womöglich ein Kader zur Verfügung, der vor Qualität nur so strotzt, aber nicht ausgewogen genug besetzt ist und viel zu oft nur vor sich hin trabt?

Je deutlicher hier ein Ja ausfällt, desto unangenehmer wird es für Kahn und Salihamidzic. Denn ein günstiges Vergnügen war die Zusammenstellung der Star-Truppe in den vergangenen Jahren nicht. Den besten Torjäger der vergangenen Jahrzehnte aber ohne annähernd gleichwertigen Ersatz ziehen gelassen zu haben, macht dem Klub schon die ganze Saison über zu schaffen.

Saison 2022/23

Der Weg des FC Bayern in der Champions League

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Eric-Maxim Choupo-Moting (34) ist selbst in seiner besten Karriere-Saison zwei Klassen unter Robert Lewandowski (34) anzusiedeln, der in der Vergangenheit immer wieder Spiele im Alleingang rettete. Und Sadio Mané (30) bleibt unter Preis-Leistungs-Gesichtspunkten bisher ein teurer Transfer-Flop. Den Vorwurf der Fehlplanung an entscheidender Stelle müssen sich die im Zuge der Nagelsmann-Ablösung ohnehin in die Kritik geratenen Bosse daher gefallen lassen.

Führungsspieler Joshua Kimmich (28) appelliert seit Wochen verzweifelt an die Kollegen, der Trainer-Effekt konnte die aber nur für 90 Minuten im Bundesliga-Gipfel gegen den BVB wachrütteln. Falls Tuchel kein Wunder vollbringt und „nur“ die Meisterschaft holt, ist das für den teuren Bayern-Kader schlichtweg zu wenig. Und dann wandert, wie beim Pokalspiel gegen Freiburg, der Blick vom Rasen ganz schnell auf die Tribüne.