Chaos und Krawalle in Marseille Fans stürmen Klub-Gelände: Liga-Spiel abgesagt

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Rund um das Klub-Gelände des französischen Erstligisten Olympique Marseille hat es am Samstag heftige Krawalle gegeben. Das geplante Liga-Spiel gegen Stade Rennes wurde abgesagt.

Marseille – Chaos beim französischen Traditionsklub Olympique Marseille! Vor dem Liga-Spiel am Samstagabend (31. Januar, 21 Uhr, DAZN) gegen Stade Rennes wollten mehrere Anhänger das Klub-Gelände in Marseille stürmen! Auf Twitter kursieren Videos von dem Vorfall.

  • Fans von Olympique Marseille wollen Klub-Gelände stürmen
  • Die Anhänger fordern den Rücktritt der Klub-Bosse
  • Olympique Marseille hinkt in der Liga den Erwartungen hinterher

Die Szenen sind beängstigend: In einem Clip ist das demolierte Tor des Vereinsgeländes zu sehen, die größtenteils vermummten Fans hatten zudem offenbar Gegenstände in Brand gesetzt, überall ist Rauch. Im Hintergrund ist zu hören, wie Feuerwerkskörper explodieren, dazu lautes Geschrei.

Schon zuvor hatten Hunderte Anhänger in der Innenstadt demonstriert und Spruchbänder aufgehängt.

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Fans von Olympique Marseille haben am Samstag in der Stadt Spruchbänder aufgehängt. Sie fordern den Rücktritt der Klub-Bosse.

Fans von Olympique Marseille wollen Klubgelände stürmen

Einige Hooligans sollen Berichten zufolge in das Trainingszentrum eingedrungen sein, ob sich Mannschaft und Mitarbeiter auf dem Areal befanden, blieb zunächst unklar. OM-Profi Álvaro González (31) soll Medien zufolge aber körperlich attackiert worden sein, als er versucht hatte zu schlichten. Die Polizei rückte an und verhaftete demnach 25 Personen.

Ein weiteres Video zeigt, wie Vermummte Steine auf ein Vereinsgebäude werfen. Das Spiel gegen Rennes wurde am Samstagabend schließlich kurzfristig abgesagt.

Hintergrund der Aufruhr: OM um Star-Coach André Villas-Boas (43) kommt in der laufenden Saison einfach nicht in Fahrt, liegt aktuell auf dem siebten Platz. Aus den jüngsten drei Partien in der Ligue 1 holte die Mannschaft nur einen Punkt.

Der würde bedeuten: Keine Königsklassen-Teilnahme, und auch keine Europa League in der kommenden Spielzeit. In der laufenden Champions-League-Saison war Marseille als Schlusslicht der Vorrundengruppe mit Olympiakos Piräus, dem FC Porto und Manchester City aus dem Wettbewerb geflogen.

Jetzt haben einige Anhänger offenbar genug: Sie fordern den Rücktritt des Präsidenten Jacques-Henri Eyraud (52) sowie der Klub-Führung. Ihrem Ärger machten sie mit den Krawallen am Klubgelände Luft.

Sportlich hinkt Olympique Marseille den Erwartungen hinterher

Marseille ist sportlich in Frankreich schon länger überholt worden. Die bis dato letzte Liga-Meisterschaft holte der Klub im Jahr 2010, danach sprangen lediglich im Liga-Pokal sowie im Supercup (jeweils 2011 und 2012) Titel heraus. Seitdem herrscht Ebbe.

Villas-Boas soll bei Marseille nun vor dem Aus stehen, als Nachfolger ist Ex-BVB-Coach Lucien Favre (63) im Gespräch. (kos)

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