Marc Lorenz, einst Kapitän bei Preußen Münster, steht vor Gericht.
„Ich habe Fehler gemacht“Ex-Fußballprofi wegen Spenden-Betrugs vor Gericht

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Ex-Münster-Profi Marc Lorenz wird wegen Betrugs angeklagt. (Archivbild)
Anklage in Münster! Hat Ex-Profi Spenden-Kohle in die eigene Tasche gesteckt? Ein Schock für die Fußballwelt in Münster! Ein Kicker sammelt Geld für einen guten Zweck, aber die Spenden versickern. Genau das ist der heftige Vorwurf, der jetzt im Raum steht. Die Staatsanwaltschaft in Münster hat gegen Marc Lorenz (37), den früheren Spieler von Preußen Münster, Anklage wegen gewerbsmäßigen Betrugs erhoben.
Der einstige Kapitän soll sich Spenden von über 54.000 Euro einfach selbst eingesteckt haben. Laut Meldungen der dpa legt ihm die Anklage zur Last, bei zehn verschiedenen Sammelaktionen im Zeitraum von 2022 bis 2025 seine Prominenz als Fußball-Star missbraucht zu haben. Das Ziel: Geld kassieren, das er aber nie weitergab.
Geld floss erst, als die Ermittler schon da waren
Die Behörden vermuten, dass Lorenz von Anfang an vorhatte, die Kohle für sich zu behalten. Erst als erste Ungereimtheiten auffielen und die Ermittlungen bereits liefen, soll er die Summe an die eigentlichen Adressaten überwiesen haben.
Für die Staatsanwaltschaft sieht das nach einer reinen Schutzaktion aus. Womöglich handelte er nur aus Angst, seinen Vertrag bei Preußen Münster zu verlieren. Mittlerweile ist die gesamte Summe aber bei den rechtmäßigen Empfängern gelandet.
Ex-Kapitän schiebt es auf „mentale Probleme“
Der Beschuldigte weist über seinen Anwalt zurück, eine kriminelle Handlung begangen zu haben. Die Einnahmen seien nur aufgrund persönlicher Probleme verspätet ausgezahlt worden. Bis ein Urteil gesprochen ist, gilt für ihn die Unschuldsvermutung.
Sein Club Preußen Münster hatte Lorenz schon im August des Vorjahres den Stuhl vor die Tür gesetzt. Anfang März kam es dann zu einer Einigung in einem arbeitsrechtlichen Streit. „Ich habe Fehler gemacht und Menschen enttäuscht, was ich zutiefst bereue“, teilte Lorenz zu dem Zeitpunkt in einem Statement mit.
Der 37-Jährige hatte die verspätete Zahlung zuvor auf Social Media mit seelischen Schwierigkeiten erklärt. Eine psychische Krankheit habe ihn so stark belastet, dass er „völlig antriebslos war und notwendige Handlungen nicht rechtzeitig veranlassen konnte“. Er würde niemals mit Absicht Gelder für einen guten Zweck unterschlagen. (red)
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