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Eklat im Fan-BlockBundesliga-Capo schmeißt hin – dann knallt’s

Gästeblock mit Elversberg-Fans im Stadion An der Alten Försterei.

Copyright: IMAGO/Matthias Koch

Im Gästeblock kam es beim Spiel Union Berlin gegen Elversberg zu Auseinandersetzungen.

Statt Anfeuerung gab’s Schläge: Im Fan-Block von Elversberg ist ein Zoff komplett aus dem Ruder gelaufen.

Für die SV Elversberg geriet die 0:1-Pleite bei Union Berlin in den Hintergrund. Im Stadion „An der Alten Försterei“ kam es zu hässlichen Bildern, als im Gästebereich eine Prügelei unter den eigenen Fans ausbrach.

Der Klub kündigte eine Aufarbeitung an. Das berichtet „bild.de“.

Wut wegen fehlender Anfeuerung als Auslöser

Was war passiert? Kurz vor dem Spielende spitzte sich die Situation zu, wie die „Saarbrücker Zeitung“ berichtete. Beobachter schildern, wie ein älterer Anhänger auf den „Capo“, den Einpeitscher der Fans, zugestürmt sein soll, um ihn von der Plattform zu reißen. Ein Beobachter sagte dem Blatt: „Der hat dem dreimal mit der Faust gegen den Kopf geschlagen“.

Vorausgegangen war dem Ganzen anscheinend zunehmender Ärger. Schon um die 70. Minute herum beendete der Capo den Support, da er über die geringe Teilnahme der mitgereisten Anhänger verärgert war. Wütend soll er gebrüllt haben: „Ist das euer Ernst? Wir sind 750 Kilometer angereist und hier stehen alle und schauen nur das Spiel.“

Er soll gesagt haben: „Ich habe keinen Bock mehr!“. Dann stellte er Megafon sowie Bier beiseite und ging von seinem Posten. Obwohl der Vorsänger nach Rufen der Anhänger wieder zurückkam, entlud sich die aufgeheizte Atmosphäre in der Schlussphase in der Auseinandersetzung. Sicherheitskräfte von Union Berlin schritten ein und nahmen den älteren Anhänger mit.

Am Dienstag (13. Oktober 2026) äußerte sich der Klub zu den Ereignissen. Laut der Stellungnahme habe sich der Capo nur gewehrt. Er habe probiert, „den nach ihm greifenden Fan auf Abstand zu halten, um zu verhindern, dass er von seinem Podest heruntergezogen wird“. Es wird von einer „Abwehrreaktion“ gesprochen, welche in ein „kurzes Handgemenge“ mündete.

Davon abgesehen unterstrich der Verein, dass körperliche Auseinandersetzungen prinzipiell verurteilt werden. Man beabsichtige jetzt, „das persönliche Gespräch“ mit den involvierten Personen zu führen, um daraus Folgerungen abzuleiten. (red)