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„Wenn ich die Bilder sehe“Schiri-Legende überrascht mit Derby-Bewertung

Said El Mala im Duell mit Daiki Hashioka.

Copyright: IMAGO/Jürgen Schwarz

In dieser Szene ist Daiki Hashioka nah dran an Said El Mala. Vor dem Tor zum 2:1 wird er von Tom Krauß am Zweikampf gehindert.

Der 1. FC Köln konnte sich im Derby gegen Borussia Mönchengladbach durchsetzen. Gladbach-Coach Alexander Blessin kochte anschließend wegen einer vermeintlichen Fehlentscheidung. Zuspruch bekommt er nun von Ex-Referee Manuel Gräfe.

Alexander Blessin war nach der Derby-Niederlage von Borussia Mönchengladbach beim 1. FC Köln sichtlich angefressen. Der Fohlen-Trainer konnte das Ergebnis nur schwer akzeptieren, weil der Siegtreffer in seinen Augen irregulär war.

„Ich war drei Monate raus, vielleicht gab es eine Regeländerung“, sagte er süffisant. „Es ist für mich kein Blocken. Er läuft aktiv in ihn rein. Letzten Endes geht es mir wirklich auf den Sack, weil es ein klares Foul ist. Da brauchen wir nicht drüber reden“, schimpfte der Gladbach-Coach über die Szene zwischen Tom Krauß und Daiki Hashioka.

Gräfe springt Blessin zur Seite

Der Kölner hatte seinen Gegenspieler weggeblockt und damit den Weg für Said El Mala freigemacht. Der FC-Star nutzt den Freiraum und schweißte den Ball zum Siegtreffer ein. Unterstützung erhält Blessin nun von einem Schiedsrichter-Urgestein.

Manuel Gräfe hat sich zu der „Foul-oder-nicht-Foul-Diskussion“ geäußert und springt dem Gladbacher dabei zur Seite. „Man sieht, dass Krauß nur in den Abwehrspieler hineinrennt. Er guckt nur zum Gegner, auch der Laufweg war völlig untypisch. Blocken wäre schon des Guten zu viel, das kennen wir im Basketball oder Football, aber nicht im Fußball. Aber es ist nicht nur ein Blocken, sondern er rennt richtig aktiv in ihn rein“, sagte der ehemalige Unparteiische.

Von daher sei das Tor von El Mala „irregulär“. Weil Gräfe unter seinem X-Post viel Widerspruch bekam, äußerte er sich dann erneut zu der Thematik. Dort schrieb er: „Im Nachhinein kann man sagen, clever gemacht, weil das Tor zählte und er damit durchkam, aber eben kein zufälliger Zusammenprall.“

Der VAR überprüfte die Szene, schickte Schiedsrichter Florian Badstübner aber nicht an den Monitor. Für Gräfe hätte man im „Kölner Keller“ zu einer anderen Erkenntnis kommen müssen.

„Wenn ich doch die Bilder sehe, muss ich die Interpretation des Spielers erkennen. Dort sieht man, dass der Kölner in den Gladbacher reinrennt, ihn trifft, klar hindert und zu Fall bringt. Der Ärger der Gladbacher ist verständlich“, sagt der 53-Jährige.