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Gladbachs VerletzungspechRätselraten um die Diagnose bei Itakura

Ko Itakura im Gladbach-Trikot.

Copyright: IMAGO/STEINSIEK.CH

Ko Itakura fehlt verletzt.

Auf die Derby-Enttäuschung folgt der nächste Schock.

Für Alexander Blessin wurde das ersehnte Debüt zu einem echten Albtraum. Sein Einstand als Gladbach-Coach endete nicht nur mit einer bitteren 1:2-Pleite im Derby gegen den 1. FC Köln. Obendrein musste er spontan auf zwei zentrale Figuren verzichten.

Sowohl Abwehrmann Ko Itakura als auch Stürmer Tim Kleindienst standen nicht zur Verfügung und hinterließen als Leader eine riesige Lücke, obwohl sie in den Wochen zuvor noch nicht ihre Bestleistung abrufen konnten.

Muskelfaserriss mittlerer Gesäßmuskel links

Vor allem die Blessur von Itakura sorgt für Kopfzerbrechen. Der japanische Nationalspieler kehrte schon lädiert von seiner Länderspieltour zurück, wo er nur bei zwei von vier möglichen Spielen auf dem Platz stand.

Die Vereinsärzte stellten dann die Diagnose: „Muskelfaserriss mittlerer Gesäßmuskel links“ – ein wirklich seltener Befund. Deshalb ist es auch extrem schwierig, eine Prognose zur Ausfalldauer zu geben. „Bei Ko wird es wahrscheinlich einen Ticken länger dauern“, meinte Blessin dazu. Das berichtet „rp-online.de“.

Bei Kapitän Kleindienst sieht die Lage etwas positiver aus. „Bei Tim ist die Hoffnung groß, dass er nächste Woche wieder da ist“, äußerte sich der Trainer zuversichtlicher. Der Angreifer hatte sich zum Start der Derby-Woche im Training wegen kleinerer muskulärer Probleme abgemeldet, aber die getroffene Vorsichtsmaßnahme fruchtete nicht.

Das Risiko für einen Einsatz im Derby war einfach zu groß. Seine Entscheidung begründete Blessin so: „Wenn es jetzt der letzte Spieltag wäre, wären wir voll ins Risiko gegangen. Aber wir haben noch viele Spiele vor der Brust, da war mir das jetzt zu gefährlich“.

Das Dilemma bei Kleindienst ist seine nicht enden wollende Verletzungsmisere. Der 31-Jährige verpasste fast die komplette vergangene Saison und kämpft sich nur schwer wieder an sein altes Niveau heran. „Wenn du so lange ausfällst, kann es immer wieder passieren, dass die höhere Belastung und die größere Intensität zu Problemen führen“, erklärte Sportchef Rouven Schröder.

Mit einem gesunden Kleindienst hätte das Team viel mehr Optionen, fügte er an. Seit seiner Roten Karte vor einem Monat in Freiburg sammelte er lediglich 45 Minuten Spielpraxis im Test gegen den FC St. Pauli.

Die Verletztenliste in Köln war aber noch erschreckend länger und hatte Lazarett-Charakter. Nicht nur das Duo war außer Gefecht, auch Kevin Stöger stand nicht im Aufgebot, wurde vom Verein aber nicht als verletzt geführt. Während Franck Honorat nach seiner Muskelverletzung immerhin wieder laufen kann, absolvieren Jens Castrop (Schulterverletzung) sowie Nicolas Kühn (Muskelbündelriss) weiterhin nur individuelles Training. E

in Einsatz am Sonntag (17.30 Uhr) im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim ist für das Duo daher undenkbar. Und bei Enzo Leopold wird die Zwangspause nach seinem Kreuzbandriss ohnehin noch mehrere Monate andauern.

Trotz der prekären Personalsituation will bei Borussia niemand nach Ausflüchten suchen. „Es gibt kein Wehklagen über Ausfälle. Wir arbeiten mit den Spielern, die zur Verfügung stehen. Wir müssen uns steigern, noch besser werden“, unterstrich Schröder. Auch Blessin schaut optimistisch in die Zukunft: „Wenn wir in den nächsten Wochen wieder einen größeren Kader zur Verfügung haben, wird uns das helfen.“

Einen kleinen positiven Aspekt hatte die Derby-Niederlage dann doch: Sommer-Einkauf Zento Uno und das Eigengewächs Fritz Fleck durften als Joker ihr Debüt in der Bundesliga feiern. (red)