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Drei Rote zum WM-StartMexiko gewinnt Eröffnungsspiel nach Kartenflut

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Sauberer Start für den WM-Gastgeber! Mexiko hat das Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft gegen ein unterirdisches Südafrika 2:0 gewonnen. Gleich drei Spieler flogen zum Auftakt des Turniers vom Platz.

Latino-Queen Shakira verzauberte die 80.000 Fußballverrückten im Aztekenstadion, Julian Quinones ließ die legendäre Arena mit seinem frühen Tor erbeben – und am Ende jubelte ganz Mexiko.

Nach einer spektakulären Zeremonie mit Glanz und Glamour hat der Co-Gastgeber die größte WM der Geschichte auch sportlich gebührend eröffnet. Von den frenetischen Fans in Mexiko-Stadt angepeitscht, bezwang „El Tri“ am Ende nur noch neun gruselig schwache Südafrikaner verdient mit 2:0 (1:0).

Mexiko trifft früh – Südafrika bleibt komplett harmlos

Quinones, der bei Al-Qadisiya in Saudi-Arabien sein Geld verdient, nutzte in der 9. Minute einen bösen Schnitzer von Südafrikas Mittelfeldspieler Yaya Sithole zum ersten Treffer der WM 2026, Raúl Jiménez (67.) legte in der zweiten Halbzeit mit einem Kopfball nach.

Sithole wurde zum Pechvogel des Spiels, er sah nach einer Notbremse die Rote Karte (50.) - wie sein Mitspieler Themba Zwane sechs Minuten vor dem Abpfiff wegen einer Tätlichkeit und der Mexikaner César Montes (90.+2) wegen einer Notbremse.

Dank des ersehnten Sieges in der Neuauflage des WM-Eröffnungsspiels von 2010 (1:1) in Johannesburg darf Mexiko, neben den USA und Kanada einer der drei Ausrichter der ersten WM mit 48 Nationen, schon auf die K.o.-Runde hoffen.

Bereits vor dem Anpfiff brachte Pop-Superstar Shakira die Fans in der ikonischen Arena, in der schon die Weltmeisterschaften 1970 und 1986 eröffnet worden waren, zum Tanzen. Als Höhepunkt einer knallbunten Eröffnungsfeier mit vielen Latino-Rhythmen, Feuerwerk in Landesfarben und einem WM-Pokal im XXL-Format performte sie mit dem nigerianischen Künstler Burna Boy den WM-Song „Dai Dai“.

„Eine unglaubliche Atmosphäre, da geht die Post ab“, schwärmte DFB-Sportdirektor Rudi Völler, der eigens angereist war, am ZDF-Mikrofon. Als dann auch noch der italienische Star-Tenor Andrea Bocelli gesungen hatte, reckte FIFA-Präsident Gianni Infantino der Masse im Beisein des mexikanischen Hollywood-Stars Salma Hayek die echte WM-Trophäe entgegen. Es konnte endlich losgehen.

Im Aztekenstadion wirkten die Mexikaner von der ohrenbetäubenden Kulisse vom Start weg wie beflügelt. Stürmer Jiménez (5.) prüfte Südafrikas Torwart Ronwen Williams früh. Vier Minuten später war dieser dann machtlos, als Sithole den Ball am eigenen Strafraum an Érik Lira verlor. Quinones vollstreckte eiskalt durch Williams' Beine.

Von den Südafrikanern kam offensiv kaum etwas, weshalb die Partie deutlich abflachte. Erst kurz vor der Halbzeit zog Mexiko wieder etwas an, Jiménez (42.) scheiterte an Williams, Quinones nur Augenblicke später am Pfosten.

Nach der Pause agierte Südafrika vor allem defensiv keineswegs sattelfest. Schlussmann Williams (46.) spielte Mexikos Álvaro Fidalgo den Ball am Sechzehner direkt in die Füße, doch der Favorit nahm das Geschenk nicht an. Als Sithole kurz darauf den enteilten Brian Gutierrez als letzter Mann von den Beinen holte, geriet Südafrika nur noch mehr unter Druck. In Überzahl machte Mexiko alles klar, Jiménez riss mit seinem Kopfballtor sogar Box-Superstar Saúl „Canelo“ Álvarez vom Sitz. (sid)

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