WM-Aus für DFB-Juwel! Tränen-Drama um Lennart Karl (18)
Schock im DFB-TeamTränen-Abschied von Youngster Karl (18) vor der WM

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Lothar Matthäus und Bernd Neuendorf sprechen bei einer Veranstaltung in Chicago.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf schilderte hochemotionale Szenen und Tränen im Quartier der Nationalelf. Der Grund: das bittere WM-Aus für Lennart Karl (18). Selbst Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sprach von einem „Schock“.
Der Offensivakteur vom FC Bayern München zog sich im finalen Training vor der WM-Generalprobe gegen die USA einen Muskelbündelriss im linken Oberschenkel zu. Der Traum ist damit geplatzt. Karl fällt für eine längere Zeit aus und verließ Chicago noch am Freitagabend (Ortszeit).
Matthäus: „Der Traum deiner Kindheit“
„Du freust dich darauf, du arbeitest dahin, das ist der Traum deiner Kindheit, vielleicht irgendwann mal bei der Weltmeisterschaft dabei zu sein. Und dann, wenn du gerade auch noch wie Lennart Karl in den Himmel geschossen bist nach acht, neun Monaten Profidasein“, äußerte sich Matthäus (65) bei einem Sponsorentermin des DFB.
Für den jungen Spieler sei dies eine brutale Nachricht. „Diesen Schock, den muss er auch vom Kopf her verarbeiten“, so die Fußball-Legende.
Tränen-Abschied im Mannschaftshotel
Besonders emotional wurde es beim Abschied im Teamhotel Waldorf Astoria, wie Verbandschef Neuendorf beschrieb. Nach der niederschmetternden Diagnose aus dem Krankenhaus kehrte Karl zur Mannschaft zurück.
„Bundestrainer Julian (Nagelsmann) war da, hat noch ein paar Worte gesagt, die ganze Mannschaft war da. Er hat auch noch ein paar Worte gefunden, obwohl ihm das schwergefallen ist. Er war extrem traurig, sind auch glaube ich schon ein paar Tränen geflossen“, erzählte Neuendorf.
Die Atmosphäre in der Mannschaft vor dem WM-Auftakt am 14. Juni in Houston gegen Curaçao ist gedrückt. „Das drückt so ein bisschen die Stimmung, muss man sagen. Er war ja wirklich die letzten Spiele top unterwegs und hat uns viel Freude gemacht“, sagte der 64-Jährige über Karl.
„Es geht aber weiter“
Trotz der schlimmen Nachricht richtete Matthäus den Blick schon wieder nach vorn. „Es ist ein Schock gewesen für mich. Es ist aber auch das Risiko, das du als Spieler hast, eben mit Verletzungen klarzukommen, dass sie natürlich zum ungünstigsten Zeitpunkt jetzt gekommen ist. Das ist schlimm genug. Aber ja, es tut mir leid. Es geht aber weiter“, erklärte der Weltmeister von 1990.
Ein Detail, das Gänsehaut verursacht: Matthäus erinnerte sich an sein eigenes Verletzungsdrama. Ein Kreuzbandriss hatte ihn die Teilnahme an der EM 1992 gekostet. Für den ausgefallenen Karl wurde Assan Ouédraogo nachnominiert, welcher direkt zum WM-Teamquartier in Winston-Salem reisen wird. (dpa/red)
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