Abseits-Regel DFB reagiert auf kritische Entscheidungen: Eine Szene ärgerte Baumgart besonders

Trainer Steffen Baumgart in Aktion während des Trainings.

Steffen Baumgart könnte sich über die neue Abseitsregelung freuen. Hier ist er beim Training des 1. FC Köln am 30. Juni zu sehen.

Zur neuen Spielzeit 2022/2023 hat der DFB einige Änderungen an den Regeln vorgenommen. Betroffen ist vor allem die Abseitsregel, die in der Vergangenheit zu einigen Differenzen und Unverständnis geführt hat.

Neue Saison, neue Regeln: Der DFB nimmt Veränderungen an den üblichen Spielvorgaben vor. Dabei handelt es sich um zwei Anpassungen. Im Fokus steht zunächst die umstrittene Abseitsregel, die um eine Besonderheit erweitert wird.

Wenn der Verteidiger bewusst und vorsätzlich den Ball gespielt hat, wurde bisher die Abseitsstellung des beteiligten Angreifers aufgelöst.

„Kontrollierte Art und Weise“: DFB passt Abseitsregelung an

„In einer kontrollierten Art und Weise“ wurde nun als Zusatz beigefügt. Ab jetzt muss der Ball durch einen deutlichen Einfluss des Verteidigers die Richtung ändern, legte der DFB fest.

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Abseits wird von nun an also nur gepfiffen, wenn der Abwehrspieler unbedrängt ist, sich nicht in einem Zweikampf befindet und auch keine Aktion „in höchster Not“ vollzieht. Dies schließt auch das Blocken von Pässen und Schüssen ein, ebenso wie das Stochern im Getümmel.

Die bisherigen Abseitsvorgaben hatten unter anderem im DFB-Pokal-Achtelfinale 2020/2021 zwischen Borussia Dortmund und dem SC Paderborn für Ärger gesorgt. Erling Haaland (21) erzielte im Achtelfinale aus klarer Abseitsstellung den Siegtreffer zum 3:2-Endstand.

Schiedsrichter Tobias Stieler (41) gab den Treffer jedoch, weil Paderborns Svante Ingelsson (24) beim Pass auf Haaland den Ball noch minimal berührt hatte.

FC-Trainer Steffen Baumgart (50) war in diesem Spiel noch Paderborn-Trainer. Er ärgerte sich über das bittere Gegentor und kommentierte die Situation vom Spielfeldrand in Richtung des vierten Offiziellen mit einem Augenzwinkern: „Ich würde ja sagen, tut mir leid, aber tut mir nicht leid, wenn es Abseits ist. Wenn es Abseits ist, tut es mir nicht leid.“

Weitere Regeländerung betrifft Doppelbestrafung

Und auch eine weitere, zweite Regel wurde angepasst: die sogenannte Doppelbestrafung.

Die Gelbe Karte entfällt nun, wenn ein Spieler seinen Gegner an einer klaren Torchance hindert, dieser aber nach einem gewährten Vorteil der Schiedsrichter wieder schnell aufsteht und den Ball doch noch ins Tor schießt. Bisher wurde der Verteidiger trotzdem noch verwarnt. Nach den neuen Regelungen von jetzt an nicht mehr. (fit)

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