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„La Ola kann er natürlich auch“DFB-Frauen holen sich WM-Ticket – Kölschrock-Legende schaut zu

Torjubel bei den DFB-Frauen.

Copyright: IMAGO/Jan Huebner

Die DFB-Frauen sind für die WM qualifiziert.

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft sichert sich durch einen Sieg in Köln gegen Norwegen vorzeitig das WM-Ticket. Wolfgang Niedecken jubelt mit.

Dieser Mann hat nicht nur Bock auf den FC, sondern auch auf Frauenfußball! Wolfgang Niedecken, Frontmann der legendären Kölner Band BAP, sah sich am Freitagabend das WM-Qualifikationsspiel zwischen Deutschland und Norwegen an.

Dabei ließ sich Niedecken von der guten Stimmung im Rhein-Energie-Stadion mitreißen. Beim Stand von 1:0 für die DFB-Frauen fing die Kamera den Sänger auf der Tribüne ein – ganz entspannt mit einem Glas Weißwein in der Hand. Als in diesem Moment die La Ola zu ihm schwappte, machte Niedecken kurzerhand mit, allerdings nur im Sitzen und mit einer Hand.

Marie Müller trifft bei Debüt

Für ARD-Kommentator Bernd Schmelzer aber komplett ausreichend für ein Lob. „La Ola kann er natürlich auch noch“, sagte der zu den Bildern der Kölschrock-Legende.

Niedecken und den weiteren Zuschauerinnen und Zuschauern wurde ordentlich etwas geboten. Die starke Newcomerin Marie Müller feierte als Ersatz für die verletzte Giulia Gwinn mit ihrem Führungstreffer (18.) einen glänzenden Einstand im Nationalteam. Carlotta Wamser (27.) erhöhte vor 33.425 Fans in Köln in der effizienten Anfangsphase. Den Abschluss am Dienstag (18.00 Uhr/ZDF) in Ljubljana gegen Slowenien kann die DFB-Auswahl mit 13 Punkten auf dem Konto entspannt angehen, Norwegen muss in die Playoffs.

Während Stammtorhüterin Ann-Katrin Berger ihre Bauchverletzung rechtzeitig auskurieren konnte, musste Wück seine Stamm-Abwehr fast komplett umbauen. So setzte Wück rechts auf Müller vom US-Klub Portland Thorns für Kapitänin Gwinn (Schulter-OP) - und die 25-Jährige zahlte das Vertrauen nach langer Zwangspause aufgrund eines Kreuzbandrisses mit ihrem platzierten Linksschuss zur Führung zurück.

Auf der linken Seite vertrat Wamser die verletzte Franziska Kett, in der Abwehrzentrale kam die erfahrene Kathrin Hendrich für die rotgesperrte Vize-Kapitänin Janina Minge an der Seite von Rebecca Knaak zum Einsatz. Sjoeke Nüsken durfte die DFB-Elf im 58. Länderspiel erstmals als Kapitänin aufs Feld führen.

Wolfgang Niedecken (r.) macht bei der La Ola mit.

Copyright: ARD

Wolfgang Niedecken (r.) sah sich das Länderspiel der DFB-Frauen gegen Norwegen in Köln an und beteiligte sich auch an der La Ola.

Wück war bemüht, den gestiegenen Druck nach dem jüngsten 0:0-Patzer in Österreich auszublenden. Über eine mögliche Niederlage „denken wir nicht nach. Wir wollen gewinnen, eine der ersten europäischen Mannschaften sein, die sich qualifizieren“, sagte Wück vor Anpfiff in der ARD.

Und so begann sein Team wie beim 4:0 im Hinspiel auch druckvoll und versuchte, seine schnelle Offensive um Lea Schüller, Klara Bühl und Jule Brand in Szene zu setzen. Die deutsche Defensive musste insbesondere die frühere Wolfsburgerin Caroline Graham Hansen im Blick behalten, die die verletzte Ex-Weltfußballerin Ada Hegerberg als Kapitänin vertrat.

Mit ihrem wunderbaren Rechtsschuss neben den rechten Innenpfosten aber verzückte Wamser erneut auf Vorarbeit von Linda Dallmann nicht nur die Fans. Auch Wück klatschte zu den Klängen von „Major Tom“ begeistert im Takt. Dann hatten die Deutschen Glück: Der vermeintliche Anschlusstreffer durch Signe Gaupset (43.) zählte aufgrund einer Abseitsstellung nicht - eine knappe Entscheidung.

Kurz vor der Pause und direkt danach musste aber Berger verstärkt eingreifen, Norwegen erhöhte den Druck auf die teils luftige deutsche Abwehr: Die 35-Jährige lenkte den Ball gleich zweimal in höchster Not über die Latte. Die DFB-Elf befreite sich in der Folge wieder, Schüller (62.) vergab nach guter Vorlage von Brand die nächste gute Chance. (are/sid)

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