3. Liga startet wiederMega-Zoff zwischen Vereinen und DFB! Halle will klagen

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Die 3. Liga wird fortgesetzt. Das Symbolfoto zeigt den Spielball und wurde am 20. Mai 2020 aufgenommen.

Frankfurt – Die 3. Liga wird ihre Saison am 30. Mai fortsetzen und will die Spielzeit bis zum 4. Juli abschließen. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Donnerstag mit, nachdem die Entscheidung im Präsidium per Umlaufverfahren fixiert worden war.

DFB: 3. Liga nimmt den Restart vor

Die Clubs waren bereits per E-Mail am späten Mittwochabend unterrichtet worden.  „Die bevorstehende Rückkehr in den bundesweiten Spielbetrieb der 3. Liga erfolgt unter Berücksichtigung der politischen Verfügungslagen“, heißt es in der Mitteilung.

Demnach wird die Saison mit dem 28. Spieltag fortgesetzt. Der Rest der Spielzeit wird durchgehend in englischen Wochen ausgetragen. Die Relegation zur 2. Bundesliga soll bis zum 11. Juli abgeschlossen sein. „Die Vereine, an deren Standorten per Verfügungslage noch kein Profispielbetrieb erlaubt ist, sind nun noch einmal dazu aufgefordert, in aktive Klärung mit den zuständigen Behörden zu treten“, teilte der DFB mit. Sollte ein Club sein eigenes Stadion nicht nutzen dürfen, müsse er in eine andere Spielstätte ausweichen.

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Das beträfe Carl Zeiss Jena. Die Thüringer sollen laut Spielplan am 31. Mai gegen den Chemnitzer FC antreten. Der Tabellenletzte darf sein Stadion aufgrund behördlicher Verfügungen allerdings bis zum 5. Juni nicht nutzen. „Die 3. Liga ist eine bundesweite Profispielklasse, negative politische Verfügungslagen an vereinzelten Standorten dürfen hier nicht den deutschlandweit mehrheitlich möglichen Spielbetrieb komplett unterbinden“, sagte DFB-Präsident Fritz Keller.

Der Hallesche FC erwägt wegen des Neustarts der 3. Fußball-Liga rechtliche Schritte. „Unsere seit Wochen geäußerten Bedenken wurden mit der heutigen Entscheidung ebenso außen vor gelassen wie der Umstand, dass die Verfügungslage in Sachsen-Anhalt bis einschließlich 27. Mai kein Mannschaftstraining zulässt. Wir sehen uns gezwungen, diese plötzliche Entwicklung unter dem Aspekt der Chancengleichheit rechtlich prüfen zu lassen“, sagte Präsident Jens Rauschenbach am Donnerstag.

3. Liga: Umgang des DFB mit den Vereinen scharf kritisiert

Sportdirektor Ralf Heskamp bemängelt den Umgang des DFB mit den Clubs. „Zur Kommunikation des DFB in dieser Woche fehlen mir schlicht die Worte. Innerhalb von 24 Stunden gab es zwei völlig unterschiedliche Aussagen, die unsere Planungen bezüglich des vorgeschriebenen Quarantäne-Trainingslagers ad absurdum führten. Von Fairness, Professionalität und einem Miteinander kann aktuell keine Rede sein“, sagte der 54-Jährige. Der HFC gehört zu den Clubs, die sich für einen Saisonabbruch ausgesprochen und dem DFB ein Konzept zur Zukunft der Liga vorgelegt haben. (dpa)