Blitz-Aus bei der WM! Ein Nationaltrainer packt nach nur zwei Partien und 18 Tagen im Job seine Koffer.
Das ging schnellWM-Trainer schmeißt nach nur 18 Tagen alles hin
Das Stühlerücken auf den Trainerbänken bei diesem Turnier geht in die nächste Runde. Jetzt hat es Hervé Renard (57) erwischt.
Er schmeißt als Coach der tunesischen Nationalelf nach nur zwei Partien hin. Sein Ende im Amt verkündete der Franzose am Samstagabend über die Plattform Instagram.
Renard mit emotionalem Abschied
Sein Auftrag war eindeutig: Tunesien nach einem völlig misslungenen Auftakt wieder auf Kurs bringen. Aber dieser Plan ging komplett in die Hose. Erst am 16. Juni hatte Renard die Mannschaft übernommen, weil sein Vorgänger Sabri Lamouchi (54) nach einer bitteren 1:5-Pleite gegen Schweden seinen Hut nehmen musste.
Unter seiner Regie folgten zwei weitere Klatschen: ein 0:4 gegen Japan und eine 1:3-Niederlage gegen die niederländische Auswahl. Die Folge: das vorzeitige Aus in der Gruppenphase. Die Bilanz ist ein Desaster: drei Pleiten, 2:12 Tore.
In seiner Abschiedsnachricht schlug Renard gefühlvolle Töne an. „Es war mir eine Ehre, die Farben Tunesiens zu tragen und diese unvergessliche Erfahrung zu machen“, teilte er mit. Ein Dank ging an den Verband, dem Team wünschte er „alles Gute für die Zukunft“.
Er glaube fest daran, dass die Mannschaft sich weiterentwickeln und „ein ganzes Land begeistern“ könne, aber sein eigener Weg mit dem Team sei jetzt vorbei. Das berichtet „Bild“.
Für den Trainer selbst war es schon die dritte WM mit dem dritten unterschiedlichen Land, nach seinen Stationen bei Marokko (2018) und Saudi-Arabien (2022). Wohin sein Weg ihn führt, ließ er bereits durchblicken.
Er hat große Sehnsucht nach Afrika und geht davon aus, er werde „auf dem Kontinent bleiben“. Sein Aus hat eine besondere Note, denn Renard ist schon der zehnte Coach, der bei diesem verrückten Turnier seinen Stuhl frei macht. (red)

