Leipzig erreicht die Europa League In Köln war schon nach 13 Spielen Schluss: Beierlorzer schlägt Guardiola

Leipzigs Interimstrainer Achim Beierlorzer (r) umarmt nach dem Sieg Benjamin Henrichs.

Leipzigs Aushilfs-Trainer Achim Beierlorzer freut sich nach dem Spiel gegen Manchester City am 7. Dezember 2021 mit Benjamin Henrichs.

Das internationale Überwintern ist gesichert. Gegen den englischen Meister Manchester City setzt Achim Beierlorzer mit RB Leipzig auf Stabilität - und der Interimscoach wird belohnt.

Das ist doch mal ein Ausrufezeichen zum Abschluss der Champions-League-Vorrunde! RB Leipzig hat den großen Favoriten Manchester City im letzten Heimspiel am Dienstagabend (7. Dezember 2021) mit 2:1 geschlagen. Mit sieben Punkten belegen die Bullen in der Endabrechnung Platz drei und erreichen so den „Trostpreis“ Europa League.

Einer durfte den Coup besonders feiern. Interims-Trainer Achim Beierlorzer (54), der 2019 gerade einmal 13 Spiel lang Trainer des 1. FC Köln war, jubelte neben Star-Coach Pep Guardiola (50). Dem Millionen-Team von der Insel gelang im leeren Leipziger Stadion nicht viel. Kyle Walker sah sogar wegen groben Foulspiels die Rote Karte (83.).

Dominik Szoboszlai brachte RB in der 24. Minute in Führung, André Silva erhöhte mit seinem dritten Saisontreffer in der Königsklasse (71.) auf 2:0, mit einem Flugkopfball erzielte Riyad Mahrez den Endstand (76.). Nach drei Bundesliga-Pleiten in Serie überzeugten die Gastgeber über weite Strecken.

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Achim Beierlorzer: 5:0 gegen Brügge und 2:1 gegen Manchester

Beierlorzer kann auf eine starke Königsklassen-Bilanz blicken. Vor zwei Wochen vertrat er den sich damals in Quarantäne befindlichen Trainer Jesse Marsch (48) und siegte 5:0 in Brügge. Drei Tage nach dem Marsch-Rauswurf feierte der Aushilfs-Coach nun den Triumph gegen Peps Stars.

„Wir haben eine tolle Reaktion der Mannschaft gesehen, leider vor leerem Haus. So ein Spiel und so ein Gegner hätte ein volles Stadion verdient gehabt. Wir haben uns an den Matchplan gehalten und hochverdient gewonnen, taktisch extrem diszipliniert, und die Mannschaft hat gezeigt, dass sie mit und ohne Ball sehr gut agieren kann“, schwärmte Beierlorzer. „Wichtig sind jetzt die drei Spiele in der Bundesliga, damit wir punktetechnisch in eine bessere Lage kommen.“

Dominik Szoboszlai von RB Leipzig umkurvt Torhüter Zack Steffen von Manchester City.

Dominik Szoboszlai auf dem Weg zur Leipziger Führung gegen Manchester City am 7. Dezember 2021.

„Wir haben gezeigt, mit Mut und Willen können wir alle besiegen, das war der Plan - und es hat geklappt. Da fragt man sich natürlich, warum wir das nicht öfter gezeigt haben. Wir können also auch richtig gut spielen gegen einen guten Gegner. Jetzt müssen wir so weitermachen“, sagte Torschütze Szoboszlai bei DAZN. 

Manchesters Trainer Pep Guardiola (l) reicht nach dem Spiel Leipzigs Interimstrainer Achim Beierlorzer die Hand.

Manchester Citys Trainer Pep Guardiola kommt nach dem Schlusspfiff am 7. Dezember 2021 zu Achim Beierlorzer, um ihm zu gratulieren.

Der Ungar krönte einen tollen Angriff mit seinem Treffer. Konrad Laimer zeigte einen kreativen Moment, schickte Szoboszlai mit einem Steilpass aus der eigenen Hälfte steil, dieser umkurvte City-Keeper Zack Steffen und erzielte die Führung. „Wir wollten Spaß am Fußball haben. Wir hätten sogar noch das eine oder andere Tor mehr machen müssen“, kommentierte Laimer das Spiel.

Paris Saint-Germain schlägt Brügge dank Mbappé und Messi

Leipzig hätte sich sogar eine Niederlage erlauben können. Denn Paris Saint-Germain beförderte den FC Brügge durch den 4:1-Sieg auf den letzten Gruppenplatz. Kylian Mbappé per Doppelpack (2., 7.) und Lionel Messi mit einem Doppelschlag (38., 76./Foulelfmeter) sorgten für den klaren Sieg. Der Argentinier steht nun bei 125 Treffern in der Königsklasse. Mats Rits (68.) hatte für den belgischen Meister das zwischenzeitliche 1:3 erzielt.

Wie viele Spiele Beierlorzer noch als Chefcoach bestreiten kann und wer dann der offizielle Nachfolger von Jesse Marsch wird, wollte RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff (46) nicht verraten. „Wir melden uns, wenn es was zu verkünden gibt. Das kann schon sehr bald sein, wir sind in guten Gesprächen und haben das Gefühl, dass der Trainer, den wir verpflichten werden, perfekt zur Mannschaft passt“, sagte er bei DAZN. (msw)

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