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Drama in letzter MinuteBVB verliert durch Doppel-Elfer – Bayern kann Meister werden

TSG 1899 Hoffenheim - Borussia Dortmund

Copyright: Uwe Anspach/dpa

Gerieten früh in die Defensive: Schlotterbeck und der BVB.

Nach zwei späten Strafstößen zerplatzt der Meistertraum von Borussia Dortmund.

Elfmeter-Drama um den BVB! Dortmunds Pleite in letzter Sekunde macht Bayern fast zum Meister. Der BVB hat dem FC Bayern die Meisterschaft quasi auf dem Silbertablett serviert. Der letzte Titel-Herausforderer der Münchner kassierte am 30. Spieltag bei der TSG Hoffenheim eine 1:2 (0:1)-Niederlage, die erst in der Schlussminute besiegelt wurde.

Für die Münchner bedeutet das: Ein Remis genügt bereits am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) zu Hause gegen den VfB Stuttgart, um die 35. Meisterschaft in der Club-Historie festzuzurren. Wie die „dpa“ meldet, war Andrej Kramaric der entscheidende Mann, der nach Videobeweis zwei Handelfmeter verwandelte und so die Pleite des BVB besiegelte.

Süle wird zum Pechvogel des Abends

Dabei hätte es für die Hoffenheimer, die zuvor vier Partien nicht gewinnen konnten, beinahe einen Blitzstart gegeben. Doch einen wuchtigen Schuss von Fisnik Asllani nach nur 16 Sekunden konnte Niklas Süle gerade noch zur Ecke abwehren. Der Verteidiger, der nach mehr als zwei Monaten sein Comeback in der Startelf feierte, avancierte trotz ordentlicher Leistung zum Pechvogel.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff dann die Szene: Bei einem Angriff der Hausherren rutschte Süle auf dem Rasen aus und schien sich am Knie zu verletzen. Zu allem Überfluss bekam der stürzende Abwehrmann nach einem Schuss von Kramaric die Kugel im Sechzehner an den Arm.

Kramaric beendet seine Tor-Durststrecke

Referee Daniel Siebert schaute sich die Szene am Monitor an und zeigte auf den Punkt. Kramaric (42.) ließ sich die Chance nicht nehmen und platzierte den Ball rechts halbhoch im Tor. Für den kroatischen Angreifer war es der elfte Saisontreffer, nachdem er in den sechs Spielen davor leer ausgegangen war.

TSG 1899 Hoffenheim - Borussia Dortmund

Copyright: Uwe Anspach/dpa

Bejubelt das Führungstor: Andrej Kramaric.

Die Führung zur Halbzeit war verdient. Die Gastgeber agierten mit hohem Pressing, hatten mehr vom Spiel und auch die klareren Gelegenheiten. Tim Lemperle scheiterte früh am Aluminium, und eine Direktabnahme von Kramaric konnte BVB-Schlussmann Gregor Kobel entschärfen.

Von den Dortmundern, die von zahlreichen Anhängern begleitet wurden, war im ersten Durchgang erschreckend wenig zu sehen. Ein Kopfball von Maximilian Beier blieb die einzige nennenswerte Aktion. Die Statistik sprach Bände: Zehn Torschüsse für Hoffenheim standen nur zwei für die Borussia gegenüber.

Guirassy trifft zum Ausgleich – doch das Drama folgt zum Schluss

BVB-Trainer Niko Kovac brachte zunächst keine frischen Kräfte, abgesehen vom verletzungsbedingten Wechsel. Für den ausgeschiedenen Süle kam Rami Bensebaini ins Spiel.

TSG 1899 Hoffenheim - Borussia Dortmund

Copyright: Uwe Anspach/dpa

Maxi Beier fand nur schwer ins Spiel.

Nach dem Seitenwechsel wirkte Dortmund zwar engagierter, blieb im Angriff aber ungefährlich. Kovac musste handeln und brachte nach einer Stunde Serhou Guirassy, seinen besten Torjäger. Später durfte sogar der erst 16 Jahre alte Mathis Albert sein Debüt in der Bundesliga feiern.

Mit fortschreitender Spieldauer erhöhte der BVB den Druck auf das Tor der Hoffenheimer. Und dann schien der Moment der Erlösung gekommen: Guirassy (87.) fasste sich aus 17 Metern ein Herz und traf mit einem Flachschuss zum 1:1 – sein 14. Treffer in dieser Saison. Die Hoffnung auf einen Punktgewinn loderte wieder auf.

Doch der Schock folgte in der Nachspielzeit: Julian Ryerson bekam den Ball leicht an die Hand. Erneut meldete sich der Videoassistent, erneut gab es Strafstoß. Kramaric (90.+8) trat wieder an und versenkte den Ball zum Sieg für Hoffenheim, was die Dortmunder Titelträume jäh beendete. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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