Brauner Sumpf Borussia erlebt Hetz-Attacke in sozialen Netzwerken

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Mit seinem Kniefall beim Torjubel setzte Marcus Thuram im Spiel gegen Union Berlin Ende Mai ein Zeichen gegen Rassismus.

Mönchengladbach – Ekel-Attacke auf Borussia Mönchengladbach in den sozialen Netzwerken! Hintergrund: Der VfL Borussia hatte sich jüngst in einer gemeinsamen Aktion mit Borussia Dortmund, Schalke 04 und dem 1. FC Köln gegen Rassismus positioniert und ein entsprechendes Video auf den digitalen Kanälen ausgespielt.

Anfeindungen gegen Borussia Mönchengladbach

EXPRESS erfährt: Borussia Mönchengladbach hat im Anschluss, gerade auf Youtube und Facebook, zum Teil übelste Anfeindungen, offenkundig aus dem rechten Milieu, in den entsprechenden Kommentarfunktionen über sich ergehen lassen müssen.

Wir erfahren weiter: Der Klub tut alles, was in seinen (personellen) Kräften und rechtlichen Möglichkeiten steht, um dem aktuell Einhalt zu gebieten. Löscht Kommentare, sperrt User – soweit dies durchsetzbar ist. Ein Insider verrät unserer Redaktion: „Es ist abstoßend, was da zum Teil passiert.“ Rechte Attacke auf Borussia! Unfassbar.

Attacke aus dem rechten Milieu

Eine Art von rechtem Social-Media-Terror gegen einen Bundesligisten, der klare Kante gegen Rassismus, Gewalt und Diskriminierung jeglicher Art zeigt. Wie ernst die Attacke sein muss wird dadurch deutlich, dass der VfL Borussia 1900 auf seiner Internetseite und seinen Social-Media-Kanälen am Mittwochabend noch eine Erklärung veröffentlicht hat.

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Darin heißt es im Wortlaut: „Am vergangenen Freitag haben wir gemeinsam mit Borussia Dortmund, dem FC Schalke 04 und dem 1. FC Köln ein Video GEGEN RASSISMUS veröffentlicht. Hierbei handelte es sich um eine großartige Gemeinschaftsaktion vierer, sich ausschließlich auf dem Spielfeld rivalisierender Klubs. Was wir seitdem in den Kommentarspalten erleben, lässt uns fassungslos zurück. Die Bearbeitung der vielen rassistischen, hetzerischen und menschenverachtenden Kommentare dauert bis zur Stunde an! Wir sind dankbar, dass die Mehrzahl unserer Fans versucht, diesen Menschen mit Vernunft und Fakten entgegen zu treten – das gibt uns Hoffnung.“

Borussia Mönchengladbach setzt ein Zeichen gegen Rassismus

Dass Borussia mit so einer öffentlichen Erklärung Farbe bekennt ist ein starkes, schwarz-weiß-grünes Zeichen. Gegen Rassismus. Für Toleranz. Gegen Gewalt. Für Respekt.

Der Klub betont weiter: „Leider gibt es aber auch eine Menge Menschen, die die Menschlichkeit vermissen lassen. Diese Rassisten und Hetzer werden wir auf unseren Social-Media-Kanälen zukünftig noch rigoroser sperren. Wir behalten uns vor, jeden Einzelfall nachzuverfolgen, zu prüfen und gegebenenfalls rechtliche Schritte einzuleiten und/oder Hausverbote auszusprechen. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum.“

Borussia Mönchengladbach fordert zur Kündigung auf

Borussia zeigt dem Rassismus die Stirn. Es heißt weiter: „Wir schämen uns abgrundtief für jeden einzelnen ,Fan‘ von Borussia Mönchengladbach, der eine andere Auffassung vertritt. Vereinsmitglieder, die diesen Werten von Borussia Mönchengladbach entgegenstehen, fordern wir auf, die Mitgliedschaft zu kündigen. Wir verzichten auf jeglichen Support dieser Menschen – innerhalb und außerhalb des Borussia-Park!“

Klare Kante gegen Rassismus, Diskriminierung und rechte Hetze. Borussia bekennt auf allen Kanälen unmissverständlich Farbe.

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