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Nach Leipzig-Pleite BVB-Ikone Kohler kritisiert Kapitän Reus für „Alibi“-Ausflüchte

Hakt es bei Borussia Dortmund am System? Die von Marco Reus nach der Niederlage in Leipzig losgetretene Debatte um die BVB-Ausrichtung kann Ex-Nationalspieler Jürgen Kohler überhaupt nicht nachvollziehen.

Dortmund. Borussia Dortmund hat am Samstagabend (6. November 2021) mit der womöglich schwächsten Vorstellung der laufenden Bundesliga-Saison eine 1:2-Niederlage bei RB Leipzig kassiert. Im Anschluss trat Kapitän Marco Reus (32) mit einer öffentlichen System-Kritik eine kleine Lawine los. Von Jürgen Kohler (56) gibt es einen Rüffel.

„Die Systemfrage ist für mich immer eine Alibi-Schutzbehauptung. Damit kann ich wenig anfangen“, so der Weltmeister und langjährige BVB-Abwehrchef gegenüber den Portalen „SPOX“ und „Goal“.

Jürgen Kohler hält Systemfrage beim BVB für „überbewertet“

Im modernen Fußball müsse die Erwartung erlaubt sein, dass Spieler mehrere Systeme draufhaben und auch kurzfristig von einem ins andere wechseln können. „Die Systemfrage ist für mich total überbewertet, weil am Ende des Tages die Spieler den Unterschied ausmachen“, erklärt Kohler.

Reus hatte die erste Halbzeit moniert, in der Chefcoach Marco Rose (45) Borussia Dortmund mit einer Dreierkette aufs Feld geschickt hatte. Dabei spielten wohl in erster Linie die großen Personalsorgen der Schwarz-Gelben eine entscheidende Rolle.

Jürgen Kohler im TV-Interview mit Thomas Wagner bei MagentaSport.

Jürgen Kohler im Oktober 2019 als TV-Experte im Drittliga-Spiel zwischen Viktoria Köln und Waldhof Mannheim bei MagentaSport.

Dennoch lederte Reus über die Startformation: „Damit kamen wir gar nicht klar, das muss man ganz klar sagen!“. Für Kohler lenkt die Thematik vom Wesentlichen ab.

Jürgen Kohler kritisiert Auftritt von Borussia Dortmund bei RB Leipzig

„An dem Tag war Leipzig einfach galliger und giftiger. Da müssen sich die Spieler hinterfragen und nicht das System hinterfragen“, so der 56-Jährige. Tatsächlich bemängelte Marco Reus in seinem Interview auch Einsatz und Engagement des BVB, der nach den großen Anstrengungen der letzten Woche auf dem Zahnfleisch in die Länderspielpause ging.

Kohler sieht die Lage allerdings trotz der Pleite in Sachsen nicht dramatisch. „Leipzig hat das Spiel als Meilenstein deklariert, die Wahrheit ist: Für dieses Spiel gab es drei Punkte und Leipzig ist immer noch hinter Borussia Dortmund.“ (F.N)

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