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Kein Wechselkandidat mehrFC-Eigengewächs plötzlich wieder wichtig

Salih Özcan steht vermummt auf dem Platz.

Salih Özcan soll bei Borussia Dortmund 2026 durchstarten. 

Aktualisiert

Borussia Dortmund gibt überraschend Pascal Groß nach England ab. Das ändert für einen früheren FC-Profi einfach alles.

Nationalspieler Pascal Groß hat Borussia Dortmund verlassen und spielt künftig wieder für Brighton & Hove Albion in der englischen Premier League.

Der Bundesligist kassiert für den 34 Jahre alten Mittelfeldspieler eine Ablöse von schätzungsweise knapp drei Millionen Euro. Die Vereine machten offiziell keine Angaben dazu. Der Vertrag von Groß in Dortmund wäre im Sommer ausgelaufen. In Brighton erhält er nach Klub-Angaben einen Vertrag bis zum Sommer 2027.

Niko Kovac: „Das tut mir persönlich sehr weh“

Für den vom Deutschen Fabian Hürzeler trainierten Premier-League-Klub spielte der Mannheimer bereits von 2017 bis 2024, ehe er nach Dortmund gewechselt war. „Für mich ist ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen, für Borussia Dortmund spielen zu dürfen“, sagte Groß nach seinem Wechsel.

Nach einem überwiegend guten ersten Jahr beim BVB kam der Routinier zuletzt unter Trainer Niko Kovac kaum noch zum Zug und wurde auch in der Nationalmannschaft letztmals im September berücksichtigt. Zurück an alter Wirkungsstätte will sich Groß nun noch einmal für die WM im Sommer empfehlen.

„Er ist nun mit dem Wunsch einer Veränderung an uns herangetreten, durch die er sich mehr Spielzeit als bisher in dieser Saison erhofft“, sagte Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl. 

„Das tut mir persönlich sehr weh. Ich habe ihn als Mensch und als Spieler sehr geschätzt“, sagte Kovac im Trainingslager in Marbella, wohin der BVB schon ohne Groß gereist war. „Er möchte zur WM, das ist sein erklärtes Ziel. Das wollten wir ihm nicht verbauen.“

Bis kommenden Donnerstag bereitet Kovac sein Team in Andalusien auf die zweite Saisonhälfte vor. Der BVB reist in der kommenden Woche direkt nach Frankfurt, wo am 9. Januar das nächste Bundesligaspiel nach der kurzen Weihnachtspause bei Eintracht Frankfurt ansteht.

Salih Özcan ist der große Gewinner des Groß-Abgangs beim BVB

Julien Duranville und Cole Campbell, die ebenfalls als Wechselkandidaten gelten, sind dagegen mit nach Südspanien geflogen. Auf der Zugangsseite soll nur im Ausnahmefall noch etwas passieren. Auch für Groß soll es keinen Ersatz geben. „Wir sind auf der Position sehr gut aufgestellt. Jetzt kommt sicher Salih Özcan auch wieder mehr zum Tragen“, meinte Kovac.

Özcan war im Sommer 2022 für eine Ablöse von fünf Millionen Euro vom 1. FC Köln zum BVB gewechselt. In der vergangenen Saison hatten die Schwarz-Gelben den türkischen Nationalspieler an den VfL Wolfsburg verliehen und auch in der laufenden Spielzeit hatte Trainer Kovac nur selten auf Özcan zurückgegriffen.

In der Bundesliga stehen gerade einmal mickrige 20 Minuten Spielzeit, verteilt auf drei Begegnungen, für den Ehrenfelder zu Buche. Am 8. Spieltag stand er beim Duell mit seinem Ex-Klub gar nicht im Kader. Im DFB-Pokal durfte Özcan auch nur eine Minute in der 1. Runde gegen den Drittligisten Rot-Weiss Essen ran.

Özcan galt bislang als Wechselkandidat in Dortmund, doch das neue Kovac-Zitat dürfte ihm Mut machen. Und seine Chance auf einen Stammplatz in der türkischen Nationalmannschaft erhöhen. Im November hatte Özcan beim 2:2 in der WM-Quali bei Europameister Spanien seinen ersten Treffer im 27. Spiel im Nationalteam erzielt. 

Die Türkei – seit 2002 nicht mehr für eine WM qualifiziert – hofft zudem noch auf eine Teilnahme an der WM in den USA, Kanada und Mexiko im kommenden Sommer. Özcan muss mit seinen Kollegen im Playoff-Halbfinale zu Hause gegen Rumänien (26. März 2026) antreten. Im potenziellen Endspiel um ein WM-Ticket würden es die Türken auswärts mit der Slowakei oder dem Kosovo (31. März) zu tun bekommen. (can/dpa)