Nach dem geplatzten Deal von Said El Mala zum BVB hat sich Thomas Kessler erstmals öffentlich dazu geäußert.
„Sehe keine Traurigkeit“Kessler redet El-Mala-Klartext nach BVB-Aus

Die Akte El Mala ist für Borussia Dortmund seit Freitag geschlossen. Da äußerte sich BVB-Boss Lars Ricken öffentlich dazu, dass der FC das schwarz-gelbe Angebot abgelehnt habe und der BVB auch nicht mehr nachlegen würde.
Am Samstag legte Geschäftsführer Carsten Cramer nach und sagte: „Ich glaube, er hätte Bock gehabt.“ Ist der FC-Star nun also stinkig, dass ihm der Wechsel zu einem Champions-League-Klub verbaut wurde? Mitnichten, wenn es nach Thomas Kessler geht.
Kessler und El Mala: „Ich bin mit ihm fast täglich im Austausch“
Der Kölner Sportboss sagte nach dem ersten von zwei Testspielen gegen den SC Paderborn: „Ich habe mitbekommen, dass sich der BVB sehr offensiv über diese Thematik geäußert hat. Dann kann ich das jetzt auch tun: Wir waren mit dem BVB im Austausch, am Ende ist es nicht zu einem Transfer gekommen. Ich hatte Said nie bei mir sitzen, dass er gesagt hat: ‚Es ist mein absoluter Traum, beim BVB zu spielen‘.“
Eine kleine Spitze zurück Richtung Dortmund. Wenngleich Kessler betont, dass es kein böses Blut zwischen den Vereinen gibt und das Tischtuch auch nicht zerschnitten ist. „Wir werden bestimmt nicht das letzte Mal mit Borussia Dortmund am Verhandlungstisch gesessen haben“, sagte Kessler.
In Bezug auf El Mala befürchtet Kölns Geschäftsführer indes nicht, dass sich sein Schützling nun hängen lässt, bockig wird und keine Leistung mehr zeigt. „Dass sich ein Spieler in dem Alter mit einem Champions-League-Klub auseinandersetzt, ist völlig legitim. Ich sehe keine Traurigkeit bei ihm. Ich bin mit ihm fast täglich im Austausch, wir reden sehr offen drüber. So wie er unser Trikot trägt, ist er total stolz, Spieler des 1. FC Köln zu sein.“
Demnach habe El Mala sogar verständnisvoll reagiert, als ihm Kessler im persönlichen Gespräch mitgeteilt hat, dass es zu keiner Einigung mit dem BVB kommen würde.
Nach EXPRESS.de-Informationen war die Abmachung zwischen den beiden von Anfang an: Wenn jemand die geforderten 50 Millionen Euro auf den Tisch legt, wird Kessler ihm keine Steine in den Weg legen. Wenn nicht, wird El Mala es akzeptieren und sich auf eine weitere Saison in Köln freuen.
Doch bedeutet die BVB-Absage nun, dass El Mala kommende Saison Sommer zu 100 Prozent im FC-Trikot aufläuft? Dazu sagt Kessler: „Ich kann nur wiederholen, was ich seit Wochen sage: Ich bin überzeugt, dass er in der nächsten Saison für den 1. FC Köln auf dem Platz stehen wird. Wir sind eine Woche vor dem DFB-Pokal. Es gibt keinen Anlass, daran zu zweifeln, dass er das tun wird.“


