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Ex-FC-Boss lobt Köln-KaderVeh schlägt Leverkusen-Alarm im „Doppelpass“

Aktualisiert

Lob für den 1. FC Köln, kritische Worte beim Blick auf Bayer Leverkusen: Armin Veh nahm sich bei seinem „Doppelpass“-Auftritt die Lage bei mehreren Bundesliga-Vereinen vor.

Kurzfristiger Wechsel im „Doppelpass“: Eigentlich war Oliver Kahn (56) als Stargast im Sport1-Talk am Sonntag (18. Januar 2026) angekündigt, der Torwart-Titan ließ sich allerdings von Armin Veh (64) vertreten. 

Der Meister-Trainer des VfB Stuttgart war mit seiner Expertise besonders beim Thema Eintracht Frankfurt gefragt. Die Hessen, bei denen Veh zweimal als Coach unter Vertrag stand, hatten im Laufe der Sendung Dino Toppmöller (45) vor die Tür gesetzt.

Armin Veh kritisch: „Nicht der nötige Rückhalt“

Als es dann später um Bayer Leverkusen ging, schlug Veh Alarm. Ihre bisherigen beiden Spiele im neuen Jahr verlor die Werkself (1:4 gegen Stuttgart und 0:1 in Hoffenheim), das Gastspiel beim HSV in der Englischen Woche wurde wetterbedingt abgesagt.

So ist Bayer 2026 noch punktlos, verlor erstmals in dieser Saison zwei Pflichtspiele in Folge. Von den vergangenen sechs Ligaspielen hat Leverkusen nun vier verloren, es ist die schwächste Phase nach einem Zwischen-Hoch unter Trainer Kasper Hjulmand (53).

Bei Betrachtung des entscheidenden Hoffenheimer Treffers durch einen direkt verwandelten Freistoß gab Veh Torhüter Mark Flekken (32) die Schuld und öffnete die Torwart-Baustelle unter dem Bayer-Kreuz: „Ich glaube insgesamt, dass Leverkusen sowieso ein Problem hat auf der Torhüterposition, seit Hradecky weg ist.“

Im Sommer war die langjährige Nummer eins Lukas Hradecky (36) zur AS Monaco gewechselt. Nach sieben Jahren wagte Leverkusen einen Neuanfang zwischen den Pfosten. Doch für Flekken ist die Premieren-Saison für Bayer 04 ein einziges Auf und Ab ohne die nötige Konstanz – mehrere Patzer inklusive.

Armin Veh spricht über den 1. FC Köln.

Der „Doppelpass“ am 18. Januar 2026 mit Armin Veh.

„Er ist Anfang der Saison gekommen, hat der Mannschaft aus meiner Sicht aber nicht den Rückhalt gegeben, der notwendig gewesen wäre, wenn du eine völlig neue Mannschaft da hinten hast“, führte Veh weiter aus.

Das Spiel in Sinsheim war für Flekken wegen einer Knieverletzung zu allem Überfluss zudem bereits einige Minuten vor Abpfiff beendet. Am Sonntag teilte Leverkusen mit, dass der Niederländer wegen einer Bänderverletzung längerfristig nicht zur Verfügung steht.

Deutlich positiver äußerte sich Veh über die Lage beim Leverkusener Lokalrivalen: Der 1. FC Köln hatte am Samstag durch das 2:1 gegen Mainz 05 seine Durststrecke von acht sieglosen Spielen beendet und ist für Veh auch gut gerüstet für die restliche Saison.

Sportdirektor Thomas Kessler (39) habe bei der Zusammenstellung des Kaders „einen guten Job gemacht“, Trainer Lukas Kwasniok (44) stehe dadurch eine konkurrenzfähige Truppe zur Verfügung. „Die Mannschaft ist laufstark, ist spielerisch ganz gut“, fasste der frühere Kölner Sport-Boss (von 2017 bis 2019 im Amt) zusammen.