Mario Basler stimmt der 4:3-Sieg von Deutschland gegen die Schweiz nicht gerade optimistisch. Neben der Abwehr stößt ihm eine Personalie übel auf.
„Versteht ja kein Mensch“Mario Basler wütend über eine DFB-Personalie

An Spektakel mangelte es beim ersten Länderspiel des Jahres definitiv nicht, doch der 4:3-Sieg in der Schweiz zeigte auch mehrere Baustellen bei der deutschen Nationalmannschaft schonungslos auf.
Selbst der Bundestrainer bemängelte „sehr vermeidbare Gegentore“ beim Testspiel-Erfolg in Basel und machte damit deutlich, dass er sich an einigen Stellen ein anderes Auftreten seiner Nationalspieler gewünscht hätte. Ähnlich sah es auch der frühere DFB-Star Mario Basler (57).
Mario Basler bangt bei WM sogar schon um Viertelfinal-Einzug
In seinem Podcast „Basler ballert“ übte er am Montag (30. März 2026) vor allem Kritik an der Defensivleistung der deutschen Mannschaft. „Wir haben das größte Problem in der Defensive. Wenn man drei Gegentore kriegt, da brauchen wir von einer Weltmeisterschaft nicht zu träumen. Das muss man ja klar sagen“, dämpfte Basler die Erwartungen vor der WM 2026.
Nagelsmann hatte gleich nach dem Aus bei der Heim-EM 2024 davon gesprochen, zwei Jahre später den Titel holen zu wollen. „Natürlich wollen wir Weltmeister werden, ist doch klar!“, formulierte er unmissverständlich. An dieser markigen Aussage muss sich das gesamte WM-Projekt beim DFB nun messen lassen.
Basler sieht einen deutlich anderen WM-Verlauf auf die Nationalelf zukommen, sagte: „Viertelfinale wäre ich erstmal zufrieden, aber das sehe ich mittlerweile schon ein bisschen in Gefahr.“ Zumal er selbst in der mit vier Toren produktiven Offensive noch Luft nach oben erkannte.
Besonders eine Personalie kommentierte Basler mit einer regelrechten Tirade: die Nominierung inklusive Startelf-Einsatz in der Schweiz von Leroy Sané (30).

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Julian Nagelsmann ließ Leroy Sané beim DFB-Spiel in der Schweiz rund 63 Minuten lang auf dem Platz.
„Nagelsmanns Lieblinge spielen halt, so wie Sané“, ätzte Basler hörbar über die Entscheidung, die „ja kein Mensch versteht“. In dieser Konsequenz könne er dem Bundestrainer „sowieso nichts mehr glauben“.
In der Vergangenheit hatte Nagelsmann mehrfach das Leistungsprinzip ausgerufen, nun aber auch auf Spieler gebaut, die nach schwachen Wochen im Verein wieder in die Spur finden sollen.
„Nach dem Leistungsprinzip darfst du einen Sané nicht von Anfang an spielen lassen, du darfst einen Woltemade nicht von Anfang an spielen lassen“, belehrte Basler den Bundestrainer.

