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Krasse DFB-SchieflageNur ein Spieler aus dem Osten in Nagelsmanns WM-Aufgebot

Nationalmannschaft - Bekanntgabe WM-Kader Deutschland

Copyright: Federico Gambarini/dpa

Julian Nagelsmann bei der Kaderpräsentation.

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DFB-Team: Nur ein Spieler kommt aus dem Osten Deutschlands.

Deutschlands Elite-Kicker für das Turnier, das in den USA, Mexiko und Kanada stattfindet, sind nominiert. Doch schaut man genauer hin, woher die 26 Spieler, die Julian Nagelsmann berufen hat, kommen, fällt einem die Kinnlade runter: Die Landkarte des DFB-Teams hat einen massiven Drall in den Süden und Westen.

Der Löwenanteil der Mannschaft kommt aus nur drei Bundesländern. Sage und schreibe sieben Nationalspieler haben ihre Wurzeln in Nordrhein-Westfalen. Dazu kommen jeweils sechs Kicker aus Bayern sowie aus Baden-Württemberg.

Kaum ein Ossi im DFB-Kader

Und die neuen Bundesländer? Fehlanzeige! Nur ein einziger Spieler hält die Fahne für den Osten hoch: Maximilian Beier. Er wurde in Brandenburg an der Havel geboren und ist der einsame Vertreter aus diesem Teil Deutschlands.

Die restliche Truppe ist ein bunter Mix aus anderen Regionen. Jonathan Tah und Felix Nmecha stammen aus Hamburg, Nick Woltemade aus Bremen und Deniz Undav aus Niedersachsen. Komplettiert wird der Kader durch Antonio Rüdiger, geboren im früheren West-Berlin nach der Wende, sowie Waldemar Anton, der seine Geburtsurkunde aus Usbekistan hat.

Bayern und Co. stellen die meisten Spieler

Diese Schieflage spiegelt sich auch bei den Klubs wider. Der FC Bayern München schickt mit sieben Spielern die größte Abordnung ins Nationalteam. Vom VfB Stuttgart und von Borussia Dortmund reisen jeweils vier Profis an – auch hier eine klare Dominanz aus dem Süden und Westen.

Neu ist diese Entwicklung keineswegs. In der Zeit nach dem Sommermärchen von 2006 war Toni Kroos aus Greifswald bei vier Weltmeisterschaften oft der einzige DFB-Akteur mit Geburtsort im Osten. Ein kleiner Lichtblick: Bei der Europameisterschaft im eigenen Land vor zwei Jahren gehörten mit Kroos sowie Robert Andrich (Potsdam) und Beier immerhin drei Profis mit Ost-Herkunft zum Nagelsmann-Aufgebot.

Zur Jahrtausendwende: Ein ganz anderes Bild

Dass es auch anders geht, zeigt ein Blick zurück. Bei der Europameisterschaft im Jahr 2000 gab es die höchste Quote an Spielern aus dem Osten seit der Wiedervereinigung. Damals bildeten Carsten Jancker, Ulf Kirsten, Jens Jeremies, Michael Ballack, Marko Rehmer und Thomas Linke ein starkes Sextett im DFB-Aufgebot. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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